- Kaweh Mansoori und Heike Hofmann betonen Relevanz der Initiative
- Sozialer Zusammenhalt beginnt im Quartier
- Hessen bringt starke Partner zusammen: 15 Kommunen gehen voran
Während der gestrigen Konferenz der Landesinitiative „Zusammen mehr erreichen“ haben Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori und Sozialministerin Heike Hofmann die Relevanz der Initiative hervorgehoben. Mit dem Projekt soll langfristig der soziale Zusammenhalt in Hessen gestärkt werden. Die Bündnispartner trafen sich in Darmstadt mit den neu aufgenommenen Förderkommunen des Bund-Länder-Städtebau-Förderprogramms. Themen der Fachvorträge und Diskussionen waren unter anderem die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Quartier, die gesellschaftliche Teilhabe und Integration, die Nachhaltigkeit sowie die wirtschaftliche Versorgung und Stabilität. Ein weiteres Anliegen des Treffens war es, die Perspektiven der sozialen Träger, der Fachleute aus Architektur und Stadtplanung, der Kammern und Handwerk, der Wissenschaft und Stiftungen, der kommunalen Spitzenverbände, Mietervertretungen, sowie der Gewerkschaften langfristig in die Arbeit der Kommunen einzubinden und den Austausch zu möglichen weiteren Kooperationen zwischen Bündnispartnern und Förderkommunen zu unterstützen.
„Sozialer Zusammenhalt ist gerade in strukturschwachen Gebieten eine Gemeinschaftsaufgabe mit vielen Facetten. Hier werden Lebensqualität, Teilhabe und Chancengleichheit konkret für die Menschen vor Ort erfahrbar. Dafür schaffen wir in Hessen hervorragende Voraussetzungen, indem wir eine beachtliche Bandbreite an Bündnispartnern dafür gewinnen konnten, gezielt Ideen, Energie und Kontakte einzubringen. Wertvoll ist außerdem unser interdisziplinärer Ansatz mit dem Hessischen Sozialministerium. Für die Zusammenarbeit danke ich meiner Kollegin Heike Hofmann und den Bündnispartnern“, sagt Kaweh Mansoori, Hessischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Heike Hofmann: Bürgerinnen und Bürger sollen sich in all ihrer Vielfalt wohlfühlen, unabhängig vom Wohnort
Sozialministerin Heike Hofmann ergänzte: „Ich danke allen Akteurinnen und Akteuren für den gelungenen Austausch bei dem heutigen Forum. Die rege Beteiligung beweist, wie engagiert sich das Bündnis für ein starkes Miteinander und ein gutes Zusammenleben in Hessen einsetzt. Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir die soziale Infrastruktur auch in strukturschwächeren Quartieren so gestalten, dass der soziale Zusammenhalt gefördert wird. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in all ihrer Vielfalt wohlfühlen, unabhängig vom Wohnort.“
Die aktuell fünfzehn in den Jahren 2025/26 neu in das Bund-Länder-Städtebau-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommenen Kommunen sind:
- „Bad Nauheim Kernstadt“ in Bad Nauheim
- „Biedenkopf Altstadt“ in Biedenkopf
- „Akazienweg/Waldkolonie“ in Darmstadt
- „Südend“ in Fulda
- „Nördliche Innenstadt“ in Gießen
- „Südliche Innenstadt“ in Homberg (Efze)
- „Aussiger Straße“ in Kelsterbach
- „Kernstadt“ in Lauterbach
- „Zentrale Bereiche Linden“ in Linden
- „Richtsberg“ in Marburg
- „Tempelsee / Carl-Ulrich-Siedlung“ in Offenbach
- „Raunheimer Ring“ in Raunheim
- „Zuhause in Nieder-Roden“ in Rodgau
- „West“ in Schlüchtern
- „Stadtteil Riedbahn“ in Weiterstadt
Eine der bereits geschlossenen Kooperationen hatte die Stadt Schlüchtern vorgestellt, die zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern das lokale Handwerk ideenreich und öffentlichkeitswirksam einbinden will. Auch in den Förderkommunen Kelsterbach und Gießen werden Kooperationen entstehen.
Hintergrund
Im Jahr 2024 wurde das „Zukunftsbündnis für sozialen Zusammenhalt in Hessen“ von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori und Sozialministerin Heike Hofmann gegründet. Das Bündnis ist Teil der Landesinitiative „Zusammen mehr erreichen“ und begleitet das Bund-Länder-Städtebau-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ beratend. Ziel des Zukunftsbündnisses ist es, die Debatte über soziale Quartiersentwicklung in Hessen maßgeblich mitzugestalten und interdisziplinär auszurichten. In dem Programm fließt unter anderem die Perspektive der sozialen Träger, der Fachleute aus Architektur und Stadtplanung, der Kammern und Handwerk, der Wissenschaft und Stiftungen, der kommunalen Spitzenverbände, Mietervertretungen, sowie der Gewerkschaften langfristig ein. Es sollen Strategien und Prozesse entwickelt werden, die den sozialen Zusammenhalt in Hessen zukunftsweisend voranbringen und stärken.