Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Mansoori: Resilienz entscheidet sich bei Energie, Mobilität und Industrie

  • Wirtschaftsminister besucht Zukunftsforum Energie & Klima in Kassel
  • Termin zu BEMU-Fahrzeugen auf der Bahnstrecke Kassel–Korbach
  • Unternehmensbesuch bei Airbus Helicopters Technik GmbH

Wie widerstandsfähig ein Land ist, zeigt sich daran, ob zentrale Strukturen auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hat deshalb im Rahmen der Resilienzwoche bei zwei Terminen in Nordhessen die Bedeutung einer sicheren Energieversorgung und einer leistungsfähigen Industrie in den Mittelpunkt gestellt. Beim Zukunftsforum Energie & Klima in Kassel und bei einem Besuch der Airbus Helicopters Technik GmbH ging es um zwei Bereiche, die für die wirtschaftliche und staatliche Handlungsfähigkeit von besonderer Bedeutung sind.

„Resilienz ist für mich kein abstrakter Begriff. Am Ende geht es darum, ob Energie verfügbar ist, Unternehmen weiterarbeiten können und wir über das Wissen und die Fähigkeiten verfügen, die wir in schwierigen Situationen brauchen. Deshalb müssen wir unsere Infrastruktur stärken und industrielle Kompetenz in unserem Land erhalten“, sagte Mansoori.

Sichere Energieversorgung als Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft

Beim Zukunftsforum Energie & Klima in Kassel stand die Frage im Mittelpunkt, wie eine sichere und verlässliche Energieversorgung dauerhaft gewährleistet werden kann. Die Energieversorgung gehört zu den zentralen Bereichen kritischer Infrastruktur und ist Voraussetzung dafür, dass Unternehmen produzieren, öffentliche Einrichtungen arbeiten und der Alltag der Menschen funktionieren kann.

„Versorgungssicherheit ist eine Grundvoraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort. Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass Energie verfügbar ist. Dafür brauchen wir leistungsfähige Netze, eine belastbare Infrastruktur und ein Energiesystem, das auch unter veränderten Bedingungen funktioniert“, sagte Mansoori.

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat für die KRITIS-Sektoren in seinem Zuständigkeitsbereich interne Risikoanalysen vorgenommen und steht mit den jeweiligen Akteuren regelmäßig im Austausch. Die zuständigen Fachabteilungen sensibilisieren Betreiber kritischer Infrastruktur für mögliche Gefährdungen und notwendige Vorsorgemaßnahmen.

Industrielle Kompetenz als Teil unserer Resilienz

Beim anschließenden Besuch der Airbus Helicopters Technik GmbH stand die Bedeutung industrieller und technologischer Kompetenz für einen widerstandsfähigen Wirtschaftsstandort im Mittelpunkt.

Mansoori: „Wir brauchen Unternehmen, die über spezialisiertes Wissen, qualifizierte Beschäftigte und technologische Fähigkeiten verfügen. Solche Kompetenzen lassen sich nicht von heute auf morgen aufbauen. Deshalb ist es eine wirtschaftspolitische und auch eine sicherheitspolitische Aufgabe, industrielle Stärke und Know-how in Deutschland und Hessen zu erhalten.“

„Industrielle Kompetenz und technologisches Know-how lassen sich im Krisenfall nicht kurzfristig ersetzen. Sie müssen kontinuierlich gepflegt und geschützt werden. Resilienz bedeutet für uns, als verlässlicher Partner des öffentlichen Auftraggebers Verantwortung zu übernehmen. Mit unserer hochspezialisierten Expertise in der Entwicklung, Herstellung und Instandhaltung von moderner Getriebetechnik sowie der Ausbildung an dynamischen Systemkomponenten an unseren Standorten in Kassel und Calden, sichern wir genau diese kritischen Fähigkeiten bezüglich Schlüsseltechnologien in Deutschland. Um dies zu gewährleisten, sind wir auf verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit mit den staatlichen Akteuren angewiesen", sagte Alexander Gloxin, Geschäftsführer der Airbus Helicopters Technik GmbH.

Verteidigungsfähigkeit und Krisenvorsorge sind dabei nicht allein Aufgaben der Bundeswehr. Viele militärische Maßnahmen sind auf zivile Infrastruktur und zivile Unterstützung angewiesen. Dazu gehören unter anderem eine funktionierende Energieversorgung, Verkehrswege und die Versorgung mit industriellen Gütern. Bundeswehr, Wirtschaftsvertreter und Hessisches Wirtschaftsministerium stehen deshalb regelmäßig im Austausch.

„Wir wollen uns nicht erst dann darüber unterhalten, was funktioniert und was nicht, wenn eine Krise bereits eingetreten ist. Gute Vorsorge heißt, Risiken vorher zu kennen, Verantwortlichkeiten klar zu haben und die richtigen Akteure miteinander zu vernetzen. Genau darum geht es bei Resilienz“, so Mansoori.

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