Kaweh Mansoori am dritten Tag der Sommertour 2026 im Gespräch

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Kaweh Mansoori besucht BRAIN Biotech, die Deutsche Telekom und Pütz Folien

  • Dritter Tourtag der Sommertour unter dem Motto „Hessen. Stark für gute Arbeit.“
  • Im Fokus stehen Ausbildung, Fachkräftesicherung und der Wandel von Forschung in industrielle Anwendung.
  • Hessen stärkt Unternehmen, Beschäftigte und den Mittelstand auf dem Weg in die wirtschaftliche Zukunft.

Mit dem dritten Tag seiner Sommertour hat Hessens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori die Frage in den Mittelpunkt gerückt, wie wirtschaftliche Modernisierung gute Arbeit schaffen kann. Unter dem Motto „Hessen. Stark für gute Arbeit.“ besuchte er heute Unternehmen, in denen Innovation, Ausbildung und betriebliche Verantwortung zusammenkommen.

„Am dritten Tag meiner Sommertour geht es um die Verbindung von wirtschaftlichem Wandel und guter Arbeit.  Wirtschaftspolitik ist dann erfolgreich, wenn sie Innovation ermöglicht und zugleich gute Arbeit schafft – in Forschung und Entwicklung, in der Ausbildung und im Mittelstand. Wichtig ist, dass neue Technologien, neue Geschäftsmodelle und neue Formen der Produktion auch neue berufliche Perspektiven eröffnen. Gute Arbeit entsteht dort, wo Unternehmen ausbilden, Qualifizierung ernst nehmen und ihre Beschäftigten auf dem Weg der Veränderung mitnehmen“, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.

Die Sommertour ist für Mansoori auch der Auftakt in die zweite Halbzeit dieser Legislaturperiode. In den vergangenen zweieinhalb Jahren seien wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht und umgesetzt worden: vom kostenfreien Meister über die Bau- und Verkehrspakete bis hin zum Hessenfonds, dem Industrietrialog und einem modernen Vergaberecht. In der zweiten Hälfte der Wahlperiode gehe es nun darum, diese Politik zu vertiefen und ihre Wirkung im Alltag spürbar zu machen.

Gute Arbeit braucht starke Unternehmen

Am Morgen besuchte der Minister die BRAIN Biotech AG in Zwingenberg. Das Unternehmen steht für Biotechnologie und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in industrielle Anwendungen. Es zeigt, wie aus Forschung neue Wertschöpfung entstehen kann – etwa bei biobasierten Chemikalien, alternativen Proteinen und neuen Prozessen für die Industrie. Für die Landesregierung ist klar: Wer Zukunftsbranchen stärken will, muss auch den Übergang von der Entwicklung in die industrielle Umsetzung begleiten.

Im Anschluss informierte sich Mansoori bei der Deutschen Telekom in Frankfurt über Ausbildung, duale Studiengänge und den Übergang junger Menschen in die Arbeitswelt. Rund 450 Nachwuchskräfte werden dort qualifiziert. Zugleich zeigt die Berufsfachschule, wie Jugendliche verlässlich in die duale Ausbildung geführt werden können. Der Minister will damit auch unterstreichen, dass Fachkräftesicherung nicht erst bei der Rekrutierung beginnt, sondern bei Ausbildung, Orientierung und passgenauer Förderung.

Den Abschluss des Tourtages bildete der Besuch bei Pütz Folien in Taunusstein. Das familiengeführte Unternehmen steht für industriellen Mittelstand, Unternehmensnachfolge, Digitalisierung und Ressourceneffizienz. Die geplante Nachfolge bis 2030, KI-gestützte Produktionsplanung und Maßnahmen zur Bindung von Beschäftigten machen deutlich, wie Betriebe ihre Zukunft sichern, wenn sie technologische Entwicklung und Personalpolitik zusammendenken.

„Eine starke Wirtschaft sichert Wohlstand, gute Arbeit und soziale Sicherheit. Dafür brauchen wir Unternehmen, die ausbilden und Verantwortung übernehmen. Fachkräftesicherung, beruflicher Aufstieg und industrielle Zukunftsbranchen gehören zusammen. Für uns ist es wichtig, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass daraus dauerhafte Perspektiven für Beschäftigte und Betriebe entstehen“, sagte Mansoori.

Hintergund

Die Sommertour 2026 steht unter dem Leitmotiv „Hessen. Stark für den Alltag.“ Sie markiert den Beginn der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode und zeigt an vier Tagen, wie politische Entscheidungen des Landes im Alltag wirken: von Energie- und Flächenpolitik über industriellen Mittelstand und gute Arbeit bis hin zu Bauen, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Der zweite Tourtag „Hessen. Stark für die Mitte.“ rückt Unternehmen in den Mittelpunkt, die mit technologischer Entwicklung, unternehmerischem Mut und industrieller Wertschöpfung die wirtschaftliche Stärke Hessens tragen.

Ausblick - Tag 4

Hessen. Stark für schnelles Bauen.
Im vierten Tag geht es um schnellere Verfahren im Bauen und um Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Rohstoffbranche. In Rüsselsheim stehen das Bauportal Hessen, der digitale Quick-Check für Bauanträge und die neue Beteiligungsplattform im Mittelpunkt, über die Bauanträge digital eingereicht, geprüft und Beteiligungen abgewickelt werden. Saubermacher zeigt Batterierecycling, bei dem Batterien zerlegt und wertvolle Rohstoffe für neue Produkte zurückgewonnen werden. Blasius Schuster setzt auf Urban Mining und Baustoffrecycling, indem Baumaterialien demontiert, sortiert und erneut genutzt werden – ein industrielles Rückgrat für eine stärker kreislauforientierte Bauwirtschaft.

Stationen Tag 4:
09:00–10:30 Uhr 
Bauamt – Quick-Check Bauantrag und Digitale Baugenehmigung mit Oberbürgermeister Burghardt in Rüsselsheim am Main 
Stadt Rüsselsheim am Main, Marktplatz 4, 65428 Rüsselsheim

11:00–12:30 Uhr
Saubermacher Recycling GmbH / Meinhardt Städtereinigung GmbH
Haagweg 3-7 in 65462 Ginsheim-Gustavsburg

14:00–16:30 Uhr
Blasius Schuster GmbH & Co. KG
Am Tor der Dieselstraße 3-23 in 60314 Frankfurt

Sollten Sie Interesse haben, einen oder mehrere der Termine zu begleiten, melden Sie sich gerne noch an unter presse@wirtschaft.hessen.de.

Schlagworte zum Thema