- Wirtschaftsministerkonferenz berät über Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland
- Energiepreise senken, Investitionen erleichtern und Innovationen beschleunigen
- Hessen setzt sich für starke Industrie, Start-ups und moderne Verwaltung ein
Mit einer Agenda für mehr Wettbewerbsfähigkeit hat sich Hessen auf der Wirtschaftsministerkonferenz in Konstanz für bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Industrie eingesetzt. Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori sowie Staatssekretär Johannes Loheide nahmen an den Beratungen teil.
„Deutschland braucht wieder mehr wirtschaftliche Dynamik. Dafür müssen wir Unternehmen das Investieren erleichtern und unsere Industrie stärken. Der dringendste Punkt bleibt die dauerhafte Senkung der Energiepreise. Hohe Strom- und Gaskosten sind für viele Unternehmen nach wie vor der größte Wettbewerbsnachteil. Wer Wertschöpfung, Innovation und gute Arbeitsplätze in Deutschland halten will, muss hier endlich für Entlastung sorgen“, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.
Kernthemen der hessischen Agenda
- Zukunft des Industriestandorts Deutschland und Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Branchen
- Beschleunigung von Unternehmensgründungen und digitale Verfahren
- Abbau von Bürokratie und Vereinfachung europäischer Beihilfevorschriften
- Stärkung der sicherheitsrelevanten Industrie
Industrie und Energiepreise
Hessen setzt sich besonders für energieintensive Branchen ein, etwa die Chemieindustrie als zentralen Pfeiler des Wirtschaftsstandorts. Notwendig sind wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.
„Eine starke Industrie ist die Grundlage für unseren Wohlstand. Sie schafft gute Arbeitsplätze, treibt Innovationen voran und sorgt dafür, dass Wertschöpfung in unserem Land bleibt. Deshalb brauchen unsere Unternehmen Verlässlichkeit, Planungssicherheit und ein wirtschaftspolitisches Umfeld, das Investitionen ermöglicht“, sagte Mansoori.
Start-ups und Gründungen
Hessen unterstützt das Ziel, Gründungen vollständig digital und deutlich schneller zu ermöglichen. Dies knüpft an die hessische Start-up-Strategie 2030 an: bessere Rahmenbedingungen, Wachstumsunterstützung, Stärkung Hessens als Start-up-Standort. Zusätzlich setzt sich Hessen für einfachere europäische Beihilfevorschriften ein, um Förderprogramme schneller umzusetzen und Investitionen zu erleichtern.
„Wer ein Unternehmen gründet, schafft Innovationen, Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven. Unser Anspruch ist deshalb klar: Gründen muss schneller, einfacher und digitaler werden. Gute Ideen dürfen nicht an langwierigen Verwaltungsverfahren scheitern“, so Mansoori.
Sicherheitsrelevante Industrie
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für die sicherheitsrelevante Industrie. Ziel ist, wirtschaftliche und technologische Resilienz zu stärken, inklusive Verteidigungsfähigkeit, Innovationskraft, technologische Souveränität und sichere Lieferketten.
Mansoori betonte: „Wirtschaftliche Stärke und Sicherheit gehören heute untrennbar zusammen. Wer unsere industrielle Basis stärkt, stärkt zugleich die Resilienz unseres Landes. Gerade in einer geopolitisch unsicheren Zeit brauchen wir Unternehmen, die kritische Technologien entwickeln, Innovationen in Europa halten und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Deshalb müssen wir die sicherheitsrelevante Industrie als strategischen Bestandteil eines starken Wirtschaftsstandorts begreifen.“
Hintergrund
Auf der Wirtschaftsministerkonferenz beraten die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister der Länder gemeinsam mit dem Bund über zentrale wirtschaftspolitische Herausforderungen, u. a. Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts, Entlastung energieintensiver Branchen, Beschleunigung von Gründungen, Weiterentwicklung der Verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Industrie sowie Bürokratieabbau.