Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Hessen bringt industriepolitische Impulse in nationalen Gießerei-Dialog ein

  • Staatssekretärin Ines Fröhlich vertritt Hessen beim Nationalen Gießerei-Dialog in Berlin
  • Ergebnisse des Hessischen Gießerei-Dialogs fließen in die bundesweite Debatte ein
  • Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sind Voraussetzung für industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze

Die Hessische Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Ines Fröhlich, hat heute am Nationalen Gießerei-Dialog in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin teilgenommen. Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Ländern, Wirtschaft und Gewerkschaften berieten dort über Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gießerei-Industrie. Hessen brachte dabei die Ergebnisse des Hessischen Gießerei-Dialogs ein, der am 24. Juni auf Einladung von Staatssekretär Dr. Johannes Loheide im Hessischen Wirtschaftsministerium stattgefunden hatte. Die dort verabschiedete gemeinsame Erklärung bildet die Grundlage für die hessische Position im bundesweiten Dialog. Weitere Informationen zum Hessischen Gießerei-Dialog finden Sie hier:  Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Gießerei-Industrie

„Die Gießerei-Industrie steht exemplarisch für die Herausforderungen vieler industrieller Kernbranchen in Deutschland. Gießereien sind ein Schlüsselelement industrieller Wertschöpfungsketten. Sie sichern Innovation, Beschäftigung und industrielle Resilienz. Deshalb braucht es eine aktive Industriepolitik, die Investitionen ermöglicht, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schafft. Denn die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gießereien ist zugleich eine Frage der wirtschaftlichen, zivilen und sicherheitsrelevanten Resilienz Deutschlands“, sagte Staatssekretärin Ines Fröhlich.

Hessen zählt zu den stärksten Gießereistandorten Deutschlands

Mit rund 8.200 Beschäftigten an 13 Standorten ist Hessen der drittgrößte Gießereistandort Deutschlands. Mit Fritz Winter in Stadtallendorf befindet sich zudem die größte konzernunabhängige Eisengießerei Europas in Hessen. Weitere rund 8.000 Arbeitsplätze hängen direkt von vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen der Branche ab. Die Gießerei-Industrie ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil des Industriestandorts Hessen und trägt maßgeblich zu Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung bei.

Industriepolitik gelingt nur gemeinsam

Mit dem Hessischen Gießerei-Dialog hat die Landesregierung Unternehmen, Betriebsräte, Gewerkschaften und Politik an einen Tisch gebracht, um gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der Branche zu entwickeln. Dieser Schulterschluss war auch die Grundlage für die hessischen Positionen, die nun in den Nationalen Gießerei-Dialog eingebracht wurden.

„Industriepolitik gelingt nur gemeinsam. Deshalb haben wir in Hessen Unternehmen, Betriebsräte, Gewerkschaften und Politik zusammengebracht. Ein starker Industriestandort lebt vom Engagement der Unternehmen ebenso wie vom Know-how der Beschäftigten. Diesen gemeinsamen Weg setzen wir auch auf Bundesebene fort. Denn nur gemeinsam können wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie dauerhaft sichern“, so Fröhlich.

Hessen bringt konkrete Vorschläge in den bundesweiten Dialog ein

Im Vorfeld des Nationalen Gießerei-Dialogs haben Hessen, der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie und die IG Metall gemeinsam mit weiteren Ländern zentrale industriepolitische Handlungsfelder definiert. Dazu gehören international wettbewerbsfähige Energiekosten, investitionsfreundliche und beschleunigte Genehmigungs- und Planungsverfahren, eine resiliente Rohstoffversorgung, ein wirksamer Carbon-Leakage-Schutz sowie der Abbau unnötiger Bürokratie. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und industrielle Wertschöpfung sowie Beschäftigung langfristig in Deutschland zu sichern.

Hintergrund

Der Nationale Gießerei-Dialog findet auf Einladung der Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie statt. Grundlage der Beratungen ist ein gemeinsames Positionspapier der Länder, des Bundesverbandes der Deutschen Gießerei-Industrie und der IG Metall zur Zukunft der Branche. Hessen hat sich im Vorfeld insbesondere für praxistaugliche Lösungen bei Transformationsinvestitionen, eine leistungsfähige Energieinfrastruktur und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen eingesetzt. 

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