Tarek Al-Wazir besucht Kunststoff-Recycler General Industries Deutschland. Es schaut sich den Recyclingprozess an.

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Minister Al-Wazir besucht Kunststoff-Recycler General Industries Deutschland

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Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir wirbt für einen sparsamen Umgang mit Energie und Rohstoffen: „Wenn wir unsere Zukunft sichern wollen, müssen wir sehr viel ressourceneffizienter werden“, sagte der Minister am Donnerstag bei einem Besuch der General Industries Deutschland GmbH in Eschwege. „Viele Unternehmen in Hessen haben das erkannt und bereits in innovative Technologien oder Prozesse investiert. Die Landesregierung wird solche Maßnahmen künftig verstärkt fördern.“

Al-Wazir bezeichnete die Transformation hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaftsweise als die vordringliche Aufgabe unserer Zeit.

Produktionsabfälle werden zu hochwertigen Sekundär-Rohstoffen

Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich General Industries Deutschland mit Aufbereitung und Recycling von Kunststoffen. In Kassel und Eschwege verwandelt das Unternehmen Produktionsabfälle wie etwa Stanzreste und Verpackungsabfälle aus EPP, EPE & EPS in hochwertige Sekundär-Rohstoffe unter anderem für die Auto-, Verpackungs- und Baubranche.

Im Kampf gegen den Einwegverpackungsmüll hat die General-Industries Deutschland mit einem jungen Team das Start-up „Rezzeat GmbH“ mit Sitz in Kassel gegründet. Rezzeat stellt Pizza-Lieferdiensten und Take-Away-Restaurants eigenentwickelte Mehrweg-Verpackungen mit einem digitalen Ausleihsystem zur Verfügung.

Über 90 Prozent wird wiederverwertet

Inzwischen werden über 90 Prozent der im Unternehmen anfallenden Kunststoffabfälle stofflich wiederverwertet. Die Anschaffung der dafür erforderlichen Sortier- und Extrusionstechnik hat das Land mit 500.000 Euro aus dem Förderprogramm PIUS-Invest (PIUS = produktionsintegrierter Umweltschutz) unterstützt. Hessen nutzt dafür Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Minister Al-Wazir würdigte das Engagement und den Erfolg des Unternehmens: „Kreislaufwirtschaft ist ein denkbar effizienter Umgang mit Ressourcen. Die General-Industries Deutschland GmbH leistet dazu einen beeindruckenden Beitrag.“

Weiterer Ausbau der Recyclingkapazitäten

Für 2023 will General-Industries Deutschland GmbH den Ausbau des Standortes Eschwege durch die Investition von weiteren 3 Mio. EUR in eine zusätzliche Aufbereitungsanlage sowie eine Photovoltaikanlage vorantreiben.

„Wenn wir die gesetzten CO2- und Kunststoff-Recycling-Ziele der EU erfüllen wollen, müssen wir weiter in den Ausbau der Recyclingkapazitäten investieren“, sagte Matthias Henning, Geschäftsführer der GID.

WirtschaftsWandel Hessen

Der Minister verwies auf die umfangreichen Angebote, mit denen das Land gerade kleine und mittlere Unternehmen auf ihrem Weg in die nachhaltige Ökonomie der Zukunft unterstützt. Er verwies auf das Maßnahmenpaket WirtschaftsWandel Hessen - nachhaltig.innovativ.krisenfest., das bestehende Angebote ausweitet und ergänzt durch

  • Einrichtung einer Servicestelle „WirtschaftsWandel Hessen“ als zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen
  • Unterstützung für zusätzliche Innovationsvorhaben zu Ressourceneffizienz und Recycling
  • Ausbau und Stärkung des Gründungs- und Transfernetzwerks zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft
  • Unterstützung von Start-ups
  • Unterstützung für Unternehmen, die Produktionsabläufe energie- und ressourceneffizient gestalten
  • Einberufung eines Wirtschaftsgipfels, um gemeinsam mit Verbänden, Gewerkschaften, Industrie und Politik den Weg der Transformation abzustecken

Für das neue Maßnahmenpaket ist pro Jahr ein zweistelliger Millionenbetrag vorgesehen. Aktuell investiert das Land rund 45 Mio. Euro, um hessische Unternehmen und Betriebe auf ihrem Weg in eine nachhaltige Wirtschaft zu unterstützen.

Sommertour 2022

Minister Al-Wazir besuchte hessische Unternehmen,

für die klimafreundliches Wirtschaften und ein effizienter Umgang mit Rohstoffen längst selbstverständlich sind. Die Transformation hin zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Wirtschaftsweise ist