Seit den 1950er Jahren bis zum Ende des letzten Jahrhunderts wurden sowohl in Deutschland als auch in Hessen die Verkehre auf zahlreichen Eisenbahnstrecken eingestellt, da Kosten und Nutzen nicht mehr im Einklang standen. Der Schienenverkehr ist jedoch zentral, um eine kostengünstige und umweltfreundliche öffentliche Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger in Hessen zu gewährleisten und auch den Gütertransport nachhaltig zu gestalten. Deswegen setzt sich die Hessische Landesregierung da wo es sinnvoll und möglich ist, gezielt für die Reaktivierung einzelner Schienenverbindungen ein.
„Nachdem die Entwurfsplanung abgeschlossen wurde und auch die Nutzen-Kosten Untersuchung positiv ist, können wir jetzt mit der Genehmigungsplanung starten. Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in der Region“, so Verkehrsminister Kaweh Mansoori heute in Wiesbaden. „Hessen hat das Projekt im derzeit laufenden Planungsvertrag bereits mit rund 4,5 Millionen Euro unterstützt und wird das aufgrund der jetzt vorliegenden positiven Bewertung auch weiterhin tun.“ Zu diesem Zweck kann und wird das Land Hessen Mittel aus dem Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen (LuKIFG) einsetzen.
Hintergrund
Nach Fertigstellung der Entwurfsplanung für das Vorhaben der Reaktivierung der Lumdatalbahn startet in Kürze der nächste Planungsschritt, die Genehmigungsplanung. Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung, welche durch die Vorhabenträgerin, die Hessische Landesbahn (HLB) auf der Grundlage des Standardisierten Bewertungsverfahrens erstellt wurde, ist nunmehr abgeschlossen. Sie bezieht sich auf die Kosten der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung). Mit dem aktuellen Kostenstand und unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen ermittelt die Nutzen-Kosten-Untersuchung einen NKU-Wert von 1,27 bei einem Stundentakt im SPNV. Dieser Wert enthält bereits eine Sensitivitätsbetrachtung der Investitionskosten.