- 19 Kommunen wurden für ihre Projekte ausgezeichnet
- 77 Bewerbungen wurden beim Wettbewerb eingereicht
- 250.000 Euro Preisgeld stellt das Land Hessen zur Verfügung
Auch im Jahr 2026 wurden wieder die besten Projekte zur Belebung und Stärkung hessischer Innenstädte und Ortszentren vom Land Hessen gesucht! Insgesamt 19 Preisträgerinnen und Preisträger hat der Hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori bei der Preisverleihung des hessischen Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte!” 2026 ausgezeichnet. Unter dem Motto „Bring wieder Leben in die Stadt!” wurden die besten Projekte zur Belebung und Stärkung hessischer Innenstädte und Ortszentren prämiert. Insgesamt stellt das Land Hessen ein Preisgeld in Höhe von rund 250.000 Euro zur Verfügung.
Ehrenamt als Herzstück des Wettbewerbs
„Lebendige Innenstädte entstehen nicht per Verordnung, sondern durch Menschen, die anpacken. Genau das sehen wir bei ‚Ab in die Mitte!‘: Ehrenamtliche, Vereine und Initiativen, die mit Ideen, Herzblut und Mut ihre Orte wieder mit Leben füllen. Als Land unterstützen wir dieses Engagement ganz bewusst – weil starke Innenstädte nicht nur für Lebensqualität sorgen, sondern auch für Zusammenhalt und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort. Wer seine Stadt stärkt, stärkt am Ende auch unsere Demokratie.“”, sagte Minister Mansoori bei der Preisverleihung.
Der diesjährige Wettbewerbsaufruf brachte 77 Bewerbungen hervor. Die eingereichten Projekte reichten von gemeindeübergreifenden Kooperationen über bürgerschaftlich initiierte Pop-Up-Formate bis hin zu Angeboten, die gezielt Jugendliche in den Blick nehmen. „Wenn man Menschen Raum und Vertrauen gibt, entstehen Dinge, die kein Ministerium alleine planen könnte”, so Minister Mansoori.
Die feierliche Preisverleihung fand in diesem Jahr in einem besonderen Rahmen statt: Die RINN Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, selbst langjähriger Sponsor und Partner des Wettbewerbs, öffnete ihre Türen in Heuchelheim an der Lahn für die rund 100 Gäste aus Kommunen, Politik und Wirtschaft.
Die ausgezeichneten privaten Initiativen, Städte und Gemeinden erhalten Förderbeträge zwischen 3.600 und 18.000 Euro, um ihre Visionen in die Tat umzusetzen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026:
Bad Hersfeld - Sommer-Arena Bad Hersfeld – ein Ideen- und Begegnungsraum für Bürgerinnen und Bürger (15.000 Euro)
In der Breitenstraße in Bad Hersfeld wird eine Rollschuhbahn als multifunktionaler Treffpunkt für alle Generationen etabliert. Die Fläche verwandelt sich flexibel in eine Bühne für Live-Musik, Sportevents wie Human-Soccer oder kulturelle Highlights wie Modenschauen und Gemeinschaftsfeste. Ziel ist es, durch dieses abwechslungsreiche Programm die Innenstadt zu beleben und einen dynamischen Ort für Bewegung und Begegnung zu schaffen
Bad Salzschlirf - Voll (Mond) zusammen durch das Jahr! (12.000 Euro)
Unter dem Leitmotiv des Vollmonds belebt das Projekt die Ortsmitte mit Moonlight-Shopping, Lesungen am Wasser und Tanzveranstaltungen an ungewöhnlichen Orten. Kreative Formate im denkmalgeschützten Kurpark und den angrenzenden Straßen bauen Hemmschwellen ab und lenken Besucherströme gezielt in das historische Zentrum. So entstehen magische Erlebnisräume, die den sozialen Zusammenhalt stärken und die lokale Identität für alle Generationen erlebbar machen.
Bad Wildungen - Unser Herz schlägt Fachwerk - die Mitte entdecken, bleiben, wiederkommen (14.000 Euro)
Sieben aufeinander abgestimmte Projekte, von interaktiven Kreativmärkten in privaten Höfen bis hin zum Jugend-Podcast „Altstadtliebe“, beleben die historische Altstadt neu. Vielfältige Formate wie das Weinfest, Kräutertouren und Ladenbelebungsinitiativen fördern dabei die Gemeinschaft und machen das Quartier erlebbar. Gemeinsam schaffen diese Aktionen einen dynamischen Raum für Kultur, soziale Begegnung und lokales Engagement.
Bebra - Biberstarkes Wohnzimmer – Das Schnuddelcafé am Rathausmarkt (15.000 Euro)
Der sanierte Rathausmarkt in Bebra wird als urbanes „Sommerwohnzimmer“ zu einem offenen, konsumfreien Treffpunkt für alle Generationen. Mit modularen Cafés, Upcycling-Möbeln und Sandflächen entsteht ein einladender Ort, der durch Events wie Kerzenscheinkonzerte und Open-Air-Kino belebt wird. Dieses niedrigschwellige Angebot schafft einen dynamischen Raum für Gemeinschaft, Kultur und lokale Identität im Herzen der Stadt.
Bensheim - Summer in the City – mittendrin (10.000 Euro)
Das Projekt „Summer in the City“ belebt die Bensheimer Innenstadt sieben Wochen lang mit einem wöchentlichen Programm aus Yoga, Kinderaktionen und After-Work-Partys. Gebrandete Liegestühle in der Fußgängerzone sorgen dabei für zusätzliches Urlaubsfeeling und laden zum Verweilen ein. So entsteht ein abwechslungsreicher Sommer-Treffpunkt, der die Stadtmitte für alle Generationen attraktiv macht.
Büdingen - Raus aus dem Alltag – Rein in die Stadt - Jugend gestaltet Büdingens Mitte mit (15.000 Euro)
Unter dem Motto „Raus aus dem Alltag – Rein in die Stadt“ rückt Büdingen die Jugend ins Zentrum der Innenstadtbelebung. Durch Musikfestivals, kreative Workshops in Leerständen und gemeinschaftliche Pflanzaktionen gestalten junge Menschen öffentliche Plätze aktiv mit. So entstehen neue, lebendige Aufenthaltsräume, die den sozialen Zusammenhalt und die Identifikation mit der Stadt stärken.
Dietzenbach - Kulturforum Dietzenbach offen-lebendig-miteinander (18.000 Euro)
Das neue „Kulturforum Dietzenbach“ vereint Stadtbücherei, Musikschule und Museum unter einem Dach, um die historische Altstadt als Bildungs- und Begegnungsort zu stärken. Ein vielfältiges Sommerprogramm mit Lesungen, Konzerten und einem Pop-up-Café lädt Bürger zum Verweilen und Mitmachen ein. Diese Synergien schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität und machen Kultur für alle Generationen niedrigschwellig erlebbar.
Eltville - Wir sind on fire für Eltville (12.000 Euro)
Mit der Initiative „Wir sind on fire“ gestalten Kinder und Jugendliche das Eltviller Aktionsjahr 2026 durch Open-Air-Kinos, Zirkuswochen und öffentlichkeitswirksame Übungen der Jugendfeuerwehr. Das Projekt stellt die Bedürfnisse und Beiträge der jungen Generation ins Rampenlicht und belebt den Stadtpark sowie die Innenstadt mit interaktiven Formaten. Ziel ist es, das Engagement Jugendlicher sichtbar zu machen und eine dynamische Stadtgemeinschaft zu fördern.
Frankfurt - MITTE gemeinsam gestalten - Der Innenstadtfonds für Eure Ideen im Stadtraum (12.000 Euro)
Mit dem „Innenstadtfonds“ aktiviert die Stadt Frankfurt das bürgerschaftliche Engagement, um durch niedrigschwellige finanzielle Unterstützung neue Impulse für den Stadtraum zu testen. Begleitende Workshops und Vernetzungsformate helfen Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen dabei, ihre Visionen für eine lebendige, zukunftsfähige City umzusetzen. So entsteht ein gemeinschaftlicher Experimentierraum, der die Stadtgesellschaft direkt in die Innenstadtentwicklung einbindet.
Friedrichsdorf - Friedrichsdorf weckt die Innenstadt #call to action (18.000 Euro)
Unter dem Motto „Friedrichsdorf weckt die Innenstadt“ werden zentrale Orte wie die Hugenottenstraße und der Houiller Platz durch Pop-up-Treffpunkte, Family Lounges und interaktive Stadtgespräche reaktiviert. Das Projekt begegnet dem Ladenleerstand, indem es neue soziale Begegnungsräume schafft, die zum Verweilen, Austauschen und Erleben einladen. Durch diese gezielten Aktionen wird das soziale Miteinander gestärkt und die Innenstadt als lebendiger Mittelpunkt zurückgewonnen.
Gilserberg-Lischeid - Neues Leben im Dorf (3.600 Euro)
In Eigenleistung der Bürger entsteht in leerstehenden Räumen eine neue „Dorfstube“ als interkulturelle Begegnungsstätte für die gesamte Gemeinschaft. Da im Ort keine Gaststätten mehr existieren, dient dieser Treffpunkt künftig als zentraler Ort für Stammtische, Erzählkaffees, Spieleabende und Vereinssitzungen. Das Projekt sichert so den sozialen Zusammenhalt und schafft einen unverzichtbaren Raum für das dörfliche Leben.
Griesheim - Die Griesheimer Reallabore – Aus Straßenraum wird Lebensraum (15.000 Euro)
Im Sommer 2026 verwandelt die Stadt Griesheim Parkflächen und Straßenzüge durch Reallabore in lebendige, begrünte Aufenthaltsräume für alle Generationen. Während der Georg-Schüler-Platz als Ort für Begegnung und Events neu gestaltet wird, entsteht in der Martin-Luther-Straße ein spezieller Erlebnisraum für Familien und Kinder. Diese temporären Umgestaltungen testen innovative Ideen der Bürgerbeteiligung, um die Innenstadt nachhaltig zu beleben und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Lahnau - Lahnau verbindet – Kultur erleben, Gemeinschaft stärken, Ortsmitten beleben (10.000 Euro)
„Kultur in Lahnau“ ist eine Kultur- und Begegnungsinitiative zur Belebung der Ortsmitten. Durch Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, Open-Air-Kino und Pop-up-Cafés entstehen offene Treffpunkte, die Menschen zusammenbringen, das Gemeinschaftsgefühl stärken und öffentliche Räume neu erlebbar machen.
Marburg - Tanz an kargen Ecken (12.000 Euro)
Das Projekt belebt die Marburger Nordstadt durch mobile Tanzperformances, Silent Discos und ein neuntägiges Festival in Leerständen und im öffentlichen Raum. Durch die Vernetzung von Kultur, Gastronomie und Einzelhandel entstehen neue Begegnungsorte, die das Stadtbild nachhaltig verschönern und spontane Teilhabe ermöglichen. So wird die Achse vom Hauptbahnhof bis zum Rudolphsplatz zu einem identitätsstiftenden Erlebnisraum für die gesamte Stadtgesellschaft.
Melsungen - Treffpunkt Melsungen – Herzensprojekte: Pop-Up-Initiativen für eine lebendige Innenstadt (15.000 Euro)
Mit den „Herzensprojekten“ schafft Melsungen ein modulares Programm aus Kreativmärkten, Workshops und Sportangeboten, das lokale Vereine und Initiativen aktiv einbindet. Die Aktionen nutzen flexibel Leerstände sowie öffentliche Plätze wie das Fuldaufer, um neue Zielgruppen für die Innenstadt zu gewinnen und Netzwerke zu stärken. Ziel ist eine dauerhafte Belebung, die Sichtbarkeit für lokales Engagement schafft und den Marktplatz als lebendigen Treffpunkt etabliert.
Nidderau - Augenblick mal, Nidderau! - Wo aus leerem Raum eure Visionen wachsen (10.000 Euro)
Unter dem Motto „Augenblick mal, Nidderau!“ verwandelt die Stadt Leerstände in kreative Impulsflächen für bürgerschaftliche Visionen und neue Geschäftsideen. Ein kombiniertes Voting aus Fachjury und Öffentlichkeit kürt das beste Konzept, das anschließend in einer sechsmonatigen Testphase durch die Stadt als Brückenmieterin gefördert wird. Aktionstage wie der „Tag der offenen Leerstände“ sensibilisieren zudem die Bevölkerung für das Thema Innenstadtentwicklung und machen Experimente im Stadtraum erlebbar.
Rauschenberg - Rauschenberg - Tradition neu erfinden (8.000 Euro)
Durch die Neuauflage traditioneller Feste wie dem Heidelbeertanz sowie Open-Air-Kinos und Kunst in Leerständen belebt Rauschenberg seine zentralen Orte neu. Das Projekt verbindet bewährte Traditionen mit modernen Impulsen, um die Innenstadt als Treffpunkt für Alt- und Neubürger zu stärken. So wird das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig gefördert und die Identität der Stadt modern weiterentwickelt.
Rüsselsheim - LöwenLounge - Sommer am Löwenplatz (18.000 Euro)
Die „LöwenLounge“ verwandelt den Löwenplatz durch eine ehrenamtliche Piazza-Bar und regelmäßige Kulturformate in einen sicheren, lebendigen Begegnungsort. Ohne Konsumzwang schafft das Projekt Raum für Austausch und aktive Bürgerbeteiligung, um den Platz als attraktives Herzstück der Innenstadt neu zu positionieren. Kontinuierliche Präsenz und kulturelle Impulse fördern dabei die positive Wahrnehmung und Identifikation vor Ort.
Schlüchtern - Lili trifft Kleinmarkthalle – Das Schaufenster des Bergwinkels (18.000 Euro)
In einer ehemaligen Bankfiliale entsteht eine inklusive Kleinmarkthalle als Schaufenster der Region für Kultur, Handel und Begegnung. Regionale Erzeuger präsentieren dort ihre Waren, während ein inklusives Gastronomieangebot Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schafft. Das Projekt nutzt Leerstand sinnvoll und stärkt nachhaltig die soziale Teilhabe sowie die regionale Wertschöpfung.