Mehrere Personen stehen auf einer Treppe

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Energieminister Mansoori gibt Startschuss für ein „Zukunftsnetz Hessen“

Der bedarfsgerechte und kosteneffiziente Ausbau der Stromnetzinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Hessen von herausragender Bedeutung. Um die Energieversorgung zukunftssicher aufzustellen hat Wirtschafts- und Energieminister Kaweh Mansoori das neue „Zukunftsnetz Hessen“ ins Leben gerufen. In Kooperation mit den für Hessen zuständigen Übertragungsnetzbetreibern Amprion und TenneT sowie dem House of Energy soll das Projekt einen umfassenden Blick auf die Strominfrastruktur der Zukunft in Hessen und die damit verbundenen Herausforderungen ermöglichen. Dazu werden Planungen zu künftigen Energiebedarfen, Erzeugungsleistungen und Flexibilitäten aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und abgeglichen.

„Wir brauchen eine maßgeschneiderte und passgenauere Stromnetzinfrastruktur für Hessen“, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori in Wiesbaden. „Die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Energie ist und bleibt ein entscheidender Standortfaktor. Wir wollen optimale Standortbedingungen für den Industrie- und Digitalstandort Hessen auch in der Zukunft gewährleisten. Gleichzeitig müssen wir den Umbau unserer Energieinfrastruktur so kosteneffizient wie möglich gestalten. Ich habe daher mit Amprion und TenneT die Plattform „Zukunftsnetz Hessen“ ins Leben gerufen und freue mich außerordentlich, dass die Vertreter der Höchst- und Hochspannungsnetzbetreiber, der Wirtschafts- und Industrieverbände, der Digitalwirtschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen meiner Einladung gefolgt sind. Diese Akteure sind Gestalter und Treiber vielfältiger und dynamischer Entwicklungen, etwa durch die Erstellung von Wärmeplanungen in den Kommunen oder die Dekarbonisierung von Industrieprozessen. All diese Entwicklungen wollen wir noch viel stärker als bislang der Netzausbauplanung zugrunde legen und uns in den kommenden sechs Monaten hierüber intensiv und ergebnisorientiert austauschen, um die Grundlage für eine sichere, bedarfsgerechte und kosteneffiziente Stromnetzinfrastruktur in Hessen zu schaffen.“

Ziel ist es, relevante Akteure – darunter Stromnetzbetreiber, Stadtwerke, Kommunen, Industrie und Wirtschaftsverbände – zusammenzubringen und ihre Sichtweisen auf Planungsannahmen und Entwicklungspfade für Hessen zu diskutieren. Das Projekt unterstützt die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Stromnetzinfrastruktur durch:

  • die Identifikation möglicher Unterschiede in Planungsannahmen,
  • Impulse für eine bessere Verzahnung der Planungsprozesse,
  • das Zusammentragen von Planungsprämissen für Hessen als Bandbreiten möglicher Entwicklungspfade.

Dr. Hendrik Neumann, Technischer Geschäftsführer des Übertragungsnetzbetreibers Amprion GmbH, begrüßte die Initiative: „Als Übertragungsnetzbetreiber ist es unsere Aufgabe, ein zukunftsfähiges Stromnetz zu planen. Dafür müssen wir wissen, wie sich Kommunen und Unternehmen vor Ort entwickeln, etwa bei Fernwärme, Wärmepumpen oder der Umstellung auf Strom und Wasserstoff in der Produktion. Das Zukunftsnetz Hessen hilft uns, diese regionalen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen – und unser Netz auf dieser Basis bedarfsgerecht und effizient zu planen.“

Ina Kamps, Chief Operating Officer des ebenfalls für Hessen zuständigen Übertragungsnetzbetreibers TenneT TSO GmbH unterstrich: „Netzausbau gelingt im Schulterschluss von Kommunen, Politik, Netzbetreibern und Industrie. Das Zukunftsnetz Hessen ist dafür ein wichtiger Hebel: Es bündelt Planungen, schafft Transparenz und erhöht die Planungssicherheit. So werden Engpässe früh sichtbar und der Ausbau kann schneller und effizienter umgesetzt werden. Gemeinsam sind wir stärker für die Transformation des Energiesystems.“

Als nächste Projektschritte sind drei digitale Vertiefungsworkshops zu folgenden Schwerpunktbereichen geplant:

  1. Entwicklung der regionalen Erzeugung
  2. Entwicklung der regionalen Verbrauchssektoren
  3. Großbatteriespeicher und Rechenzentren. Als Grundlage dafür werden Projektteilnehmer gebeten, für die Stromnetzplanung relevante Daten einzureichen.

Kontakt: zukunftsnetz@wirtschaft.hessen.de

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