Berufliche Bildung

Eine qualifizierte berufliche Erstausbildung eröffnet optimale Chancen für den Berufsweg. Gut ausgebildete Fachkräfte werden in den Unternehmen in Hessen dringend gebraucht.

Strategie, Ziele, Gremien

Wir wollen Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben erleichtern und ihnen zu einer dualen Ausbildung verhelfen. Gut ausbilden ist die Grundlage für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.

Die Landesregierung nutzt viele Möglichkeiten, die duale Ausbildung weiter zu stärken.

Alle Jugendlichen sollen gemäß ihren Interessen und Talenten den Weg in den Beruf finden und bestmöglich auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Gleichzeitig brauchen hessische Unternehmen für ihre Wettbewerbsfähigkeit gut ausgebildete Fachkräfte.

Zukünftige Herausforderungen gemeinsam meistern

Gemeinsam mit der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den kommunalen Spitzenverbänden und der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur arbeitet Hessen im Rahmen des „Bündnis Ausbildung 2020-2024“ an der Attraktivität und der qualitativen Weiterentwicklung der beruflichen Bildung.

Fünf Haupthandlungsfelder und Ziele wurden vereinbart:

  1. Chancen der beruflichen Bildung aufzeigen und attraktive Entwicklungswege kommunizieren
  2. Berufliche Orientierung intensivieren und Ausbildungseinmündung steigern
  3. Übergangsbereich als Sprungbrett in Ausbildung gestalten
  4. Duale Ausbildung stärken
  5. Durchlässigkeit gestalten und Aufstieg fördern

Nach § 82 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist bei jeder Landesregierung ein Landesausschuss für Berufsbildung zu errichten. Er setzt sich zusammen aus einer gleichen Zahl von Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der obersten Landesbehörden.

Damit trägt der Landesausschuss für Berufsbildung seinen Teil dazu bei, die berufliche Bildung in Hessen zu stärken und junge Menschen bestmöglich in die Berufsausbildung zu führen.

 

Aufgaben des Landesausschusses

  • Der Landesausschuss hat die Landesregierung in den Fragen der Berufsbildung zu beraten.
  • Er hat im Rahmen seiner Aufgaben auf eine stetige Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung hinzuwirken.
  • Er hat insbesondere im Interesse einer einheitlichen Berufsbildung auf eine Zusammenarbeit zwischen der schulischen Berufsbildung und der Berufsbildung nach dem Berufsbildungsgesetz hinzuwirken. Dabei muss er die Berufsbildung bei der Neuordnung und Weiterentwicklung des Schulwesens berücksichtigen.
  • Er kann zur Stärkung der regionalen Ausbildungs- und Beschäftigungssituation Empfehlungen zur inhaltlichen und organisatorischen Abstimmung sowie zur Verbesserung der Ausbildungsangebote aussprechen.
  • Er greift internationale Entwicklungen in der Berufsbildung auf, um so einen Beitrag zur Erhaltung des Wirtschaftsstandortes Hessen zu leisten.

Die Führung der Geschäfte des Landesausschusses obliegt dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Ziel der hessischen Landesregierung ist es, die Qualität der Prozesse im Übergang von der Schule zum Beruf zu sichern. Jugendliche sollen einen guten Einstieg in ihre berufliche Zukunft schaffen – ohne unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen.

Die Partner des Bündnisses für Ausbildung und die hessischen Regionen arbeiten daher im Rahmen der von Land und ESF geförderten hessenweiten OloV-Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule - Beruf (OloV) zusammen.

Ziele der OloV-Strategie:

  • in regionalen Zusammenhängen Strukturen schaffen, stabilisieren und dauerhaft verankern, in denen Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden
  • junge Menschen durch Kooperation und Koordination der Ausbildungsmarkt-Akteure schneller in Ausbildung zu vermitteln
  • Transparenz über Angebote und Maßnahmen in diesem Feld erhöhen

Prinzipien von OloV, um diese Ziele zu erreichen:

  • Regionale Koordination und Kooperation
    Die regionalen Strategien werden in den vorhandenen Kooperationsstrukturen umgesetzt.
  • Parallelstrukturen vermeiden
    Es wird auf den vorhandenen Ansätzen und Initiativen aufgebaut.
  • Bottom-up-Ansatz
    Handlungsgrundlage sind die Bedingungen und Bedarfe der Regionen.

Durch OloV wurden Strukturen geschaffen, die an den lokalen Gegebenheiten anknüpfen und die Steuerung der Umsetzung vor Ort ermöglichen.

Wir möchten die Unternehmen ermutigen, trotz der gegenwärtigen Ungewissheit junge Menschen auszubilden und sich damit die Fachkräfte von morgen zu sichern.
Tarek Al-Wazir, Hessischer Wirtschaftsminister

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