Youtube Video: Nahmobilität in der Stadt

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Frau steht vor Mann auf Fahrrad

Fuß- und Radverkehr in Hessen

Nahmobilität bedeutet Mobilität über kurze Distanzen oder in kleinen Netzen wie zum Beispiel dem Arbeits- oder Einkaufsumfeld.

Lesedauer:8 Minuten:

Wer nahmobil unterwegs ist, ist dies meistens zu Fuß oder mit dem Fahrrad, nutzt aber zwischendurch auch mal Bus oder Bahn. Auf kurzen Strecken ist man so häufig schneller als mit dem Pkw, da man nicht im Stau steht und keinen Parkplatz suchen muss. Zudem steigern gute Bedingungen für den Fuß-und Radverkehr die Lebensqualität und Verkehrssicherheit für alle.

Die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs ist deshalb ein zentrales Handlungsfeld der Mobilitätspolitik in HessenWir sehen, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag und in der Freizeit immer beliebter wird und wollen die Infrastruktur deutlich verbessern. 

Gute Bedingungen für den Fuß-und Radverkehr steigern Lebensqualität und Verkehrssicherheit.

Die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs ist ein zentraler Bestandteil der Mobilitätspolitik in Hessen. Die 2017 veröffentlichte NahmobilitätsstrategieÖffnet sich in einem neuen Fenster gibt dabei die Richtung vor. Sie beschreibt die wesentlichen Handlungsfelder, Ziele, Maßnahmen und Instrumente.

Deutlich wird das Engagement der Landesregierung zur Stärkung der Nahmobilität auch bei der Finanzierung. Allein an Landesmitteln stehen bis 2024 176,5 Millionen Euro Bau- und Fördermittel zur Verfügung, unter anderem für

  • Radschnellverbindungen
  • Radwege an Landesstraßen
  • Nahmobilität-Maßnahmen der Kommunen

Hinzu kommen weitere 67,5 Millionen an Bundesmitteln für Radwege an Bundesstraßen, die vom Land Hessen verbaut werden. Ziel ist es, unser 25.000 Kilometer langes Radverkehrsnetz in Hessen – bei hohen Ausbaustandards – noch attraktiver und sicherer zu gestalten und gleichermaßen die verbleibenden Netzlücken im Radverkehr zu schließen.

Seit Januar 2021 unterstützt der Bund mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“Öffnet sich in einem neuen Fenster Kommunen bei der Weiterentwicklung der Radinfrastruktur. Dafür stehen in Hessen in den Jahren 2021 bis 2023 zusätzlich rund 43 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung, die bis 2023 fertiggestellt werden können.

Was wir tun

Ein Radweg ist vergleichbar mit einer Straße. Ihn zu bauen, erfordert Planung und Baurecht und damit auch ausreichend Personal zur Umsetzung. 

Seit Jahren wird in Hessen an vielen Stellen an guten Rad- und Fußwegen gearbeitet. Radwege an Bundes- und Landesstraßen liegen in der Verantwortung des Landes und werden von Hessen Mobil geplant, gebaut und unterhalten.

Seit 2020 gibt es bei Hessen Mobil erstmals eine Gruppe von Planerinnen und Planern, die sich ausschließlich um den Radverkehr kümmert: Die 18-köpfigeTask Force Radwege wird die Planung von Radwegen deutlich voranbringen. Dazu wurden bei Hessen Mobil eigens acht neue Stellen geschaffen.

2020 wurden drei Radverkehrs-Koordinatoren etabliert, die u. a. die Interessen von Hessen Mobil als zentrale Schnittstelle zu Kommunen, Radverkehrsinteressengruppen und Bürgern in der Fläche wahrnehmen.

Bereits 2019 ist bei Hessen Mobil eine zentrale Steuerungsgruppe Radverkehr eingerichtet worden, um Hessen Mobil strategisch und organisatorisch im Radverkehr neu aufzustellen. Die Steuerungsgruppe hat die Aufgabe, die zahlreichen Aktivitäten von Hessen Mobil im Bereich Radverkehr zu bündelnSeit Januar 2021 sind diese zwei Aufgabenbereiche in der neu aufgestellten Abteilung „Mobilität und Radverkehr“ aufgegangen.

Auch im Verkehrsministerium wurde das Personal dafür aufgestockt.

Ein Großteil der Fuß- und Radverbindungen in Hessen liegt in der Verantwortung von Städten und Gemeinden. Das Land Hessen unterstützt sie Kommunen fachlich und finanziell bei dem Ausbau der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur sowie mit zahlreichen Angeboten zur Stärkung der Nahmobilität.

So stellt das Land Hessen seit 2020 23,5 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung von Maßnahmen der Kommunen zur Verbesserung der Nahmobilität zur Verfügung. Die fachliche Unterstützung und Beratung reicht vom Erfahrungsaustausch bis zu Leitfäden für die Planung. 2019 wurden beispielsweise eigens landesweite Qualitätsstandards und Musterlösungen für die Radverkehrsinfrastruktur erarbeitet. Diese Planungsgrundlagen erleichtern die Arbeit der Städte und Gemeinden und dienen als Grundlage bei der Gestaltung und Planung einer sicheren und attraktiven Rad-und Fußverkehrsinfrastruktur.

Mit den Qualitätsstandards und Musterlösungen, die den Bau von Radverbindungen qualitativ unterstützen, ist die Basis für eine systematische Planung des Radverkehrs in Hessen geschaffen worden. Sie stehen für sichere und attraktive Radverbindungen und sollen die Arbeit für Städte und Gemeinden und die Planung von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen beim Neu- und Ausbau neuer Radverbindungen erleichtern.

Zentraler Ansprechpartner für die Fördermittel des Landes ist Hessen MobilÖffnet sich in einem neuen Fenster. Landkreise, Städte und Gemeinden werden durch Hessen Mobil beraten und bei der Antragsstellung unterstützt.

Das Land Hessen unterstützt die Finanzierung von Maßnahmen und Projekten zur Stärkung der Nahmobilität. Die Förderrichtlinie Nahmobilität und das Mobilitätsfördergesetz sind die wesentlichen Instrumente.

Zentraler Ansprechpartner für die fachliche Unterstützung der Kommunen ist die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Die AGNH bringt Vertreter von Land, von Kommunen, Verkehrsverbünden, Wissenschaft und Verbänden zusammen und fördert den fachlichen Austausch. Ihre über 250 Mitglieder tauschen sich miteinander aus und setzen sich durch vielfältige Maßnahmen und Aktionen für bessere Bedingungen für die Nahmobilität in Hessen ein.

 

 

Weitere Aktivitäten

Hier finden Sie eine Auswahl weiterer Projekte, mit denen sich das Land Hessen und die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) für den Fuß- und Radverkehr einsetzen.

Mit dem Fachzentrum für schulisches Mobilitätsmanagement unterstützt das Land hessische Schulen, Schulträger und Kommunen dabei, Schülerinnen und Schülern eine sichere und eigenständige Mobilität auf dem Schulweg zu ermöglichen.Öffnet sich in einem neuen Fenster

Neben dem Ausbau des Rad-Hauptnetzes Hessen unterstützt das Land Kommunen bei der Planung und dem Bau von Radschnellverbindungen. Sie ergänzen das flächendeckende Netz, ermöglichen höhere Reisegeschwindigkeiten und dehnen den Einsatzbereich des Fahrrades auf größere Entfernungen aus.Öffnet sich in einem neuen Fenster

Mit dem Radroutenplaner Hessen unterstützt das Land Hessen Radfahrerinnen und Radfahrer bei der Routenfindung und Navigation sowie bei der Entdeckung touristischer Radrouten.

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Die Radverkehrsförderung in Unternehmen und Betrieben wird mit dem Landesprogramm Bike+Business unterstützt.

Mehr dazu unter: https://bikeandbusiness.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster