Nachhaltiges Wohnumfeld

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Wohnen in Hessen - Stadtgrün im Großen Frankfurter Bogen
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Der anhaltend hohe Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Hessen, vor allem in der Metropolregion FrankfurtRheinMain, macht neben der vorrangigen Innenentwick-lung die Realisierung neuer lebenswerter Wohnquartiere erforderlich. Diese Quartiere sollen Wohnraum für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten bieten, ein soziales Miteinander fördern und zum schonenden Umgang mit Ressourcen beitragen.

Im einzelnen bedeutet dies, dass ein angemessener Anteil an gefördertem Wohnraum angeboten wird sowie eine adäquate soziale Infrastruktur zur Verfügung steht. Hohe Bedeutung haben auch ein leistungsfähiger Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr, attraktive Grün- und Freiflächen für alle Altersgruppen, ein gutes Netz an Fuß- und Radwegen, eine effiziente Energie- und Wasserversorgung und vieles mehr. Eine überzeugende städtebauliche Grundstruktur und eine qualitätsvolle Gestaltung der gebauten Umwelt sind weitere wichtige Anforderungen. Die neuen Wohnquartiere bieten im Idealfall nicht nur eine hohe Lebensqualität, sie schaffen auch einen Mehrwert für die Gesamtstadt und angrenzende Quartiere.

Mit den Landesprogrammen „Nachhaltiges Wohnumfeld – Konzepte und Baulanddialoge“ und „Nachhaltiges Wohnumfeld – Investitionen“ unterstützt das Land ab 2020 die Planung und Realisierung derartiger Wohnquartiere. Gefördert werden

  • zukunftsweisende städtebauliche Konzepte für neue Wohnquartiere oder Wettbewerbe nach RPW
  • die Beteiligung der Bürgerschaft in Form von Baulanddialogen
  • investive Maßnahmen zur Realisierung eines nachhaltigen Wohnumfelds im Quartier, z.B.  die Schaffung sozialer Infrastruktur und nachhaltiger Mobilitätsinfrastruktur, die Anlage von Grün-, Wasser- und Freiflächen, die Begrünung von Bauwerken, aber auch Modellprojekte und Innovationen

Das Programm richtet sich an Städte und Gemeinden, die im Einzugsbereich der Oberzentren Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden liegen, d.h. diese in maximal einer Stunde mit dem ÖPNV erreichen. Diese Investitionen in ein nachhaltiges Wohnumfeld kosten die Städte und Gemeinden viel Geld. Daher unterstützt das Land die Kommunen hierbei mit Zuschüssen: Für Konzepte, Wettbewerbe und Baulanddialoge gibt es 80 Prozent der Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro, für Investitionen gibt es 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Kommunen, die zusätzlich im Gebiet des „Großer Frankfurter Bogen“ liegen und neue Wohngebiete im Umkreis eines Schienenhaltepunktes planen sowie die Partnerschaftserklärung unterzeichnen, erhalten sogar eine erhöhte Förderquote von 85 Prozent. Die Begrenzung auf eine maximale Förderung im Programmteil Konzepte und Baulanddialoge entfällt.

Ansprechpartnerinnen

HA Hessen Agentur GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden

Xenia Diehl: 
Tel.: 0611 95017-8451
E-Mail: xenia.diehl@hessen-agentur.de

Susanne Piesk
Tel.: 0611 95017-8364
E-Mail: susanne.piesk@hessen-agentur.de

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
Referat Städtebau und Städtebauförderung

Kaiser-Friedrich-Ring 75
65185 Wiesbaden

Dr. Ina Mahnkopp
Tel.: 0611 815-2852,
E-Mail: Ina.Mahnkopp@wirtschaft.hessen.de

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