Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Internet

Breitband

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Glasfaser
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Das Internet wird immer wichtiger für den Alltag der Bürger und die Betriebsabläufe der Unternehmen. Die flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen zählt daher zur unverzichtbaren Infrastruktur moderner Informationsgesellschaften. Für Kommunen ist Breitband ein zentraler Standortfaktor, der dazu beiträgt, dass ein Ort für Menschen und Unternehmen attraktiv bleibt. Die Hessische Landesregierung hat dies früh erkannt und bereits im Jahr 2006 die Initiative „Mehr Breitband für Hessen“ gestartet. Eine Abfrage bei den hessischen Kommunen im Jahr 2009 hat ergeben, dass etwa 242.000 Haushalte unterversorgt waren (weniger als 1 Mbit/s im Download).

Im März 2010 hat das Hessische Wirtschaftsministerium eine Projektstruktur mit definierten Zielen und Meilensteinen aufgesetzt. Im Ziel 1 wurde bis Ende 2011 eine flächendeckende Grundversorgung (99,5 % der Haushalte) von mindestens 1 Mbit/s oder eine entsprechenden Versorgungsperspektive erreicht. Für Ziel 2 sollen bis Ende 2014 Hochgeschwindigkeitsnetze („Next Generation Access“ – NGA) mehr als 75 Prozent der hessischen Haushalte eine Downloadgeschwindigkeit von wenigstens 50 Mbit/s ermöglichen.

Wesentliche Erfolgsfaktoren sind die Organisationsform und das Beratungsnetzwerk.

Die „kaskadierende Beratungsinfrastruktur“ besteht aus 21 Kreiskoordinatoren und vier regionalen Breitbandberatern, die aus dem Projekt und der Geschäftsstelle Breitband bei der HA Hessen Agentur GmbH heraus betreut, koordiniert und mit Informationen versorgt werden. Eingebunden sind auch die WIBank und das Wirtschaftsministerium selbst, das als Auftraggeber fungiert und Grundsatzfragen entscheidet.

Der NGA-Aufbau folgt der hessischen NGA-Strategie, die auf einem Konsens der Stakeholder mit klarem Rollenkonzept und festen Verantwortungen basiert. Das Land setzt auf den marktgetriebenen Ausbau. Nur dort, wo er nicht erfolgt, wird das Engagement von Gebietskörperschaften und öffentlichen Unternehmen erforderlich. Das Land nimmt bei der Umsetzung der NGA-Strategie eine aktive Rolle als Koordinator, Förderer, Moderator und Bereitsteller ein.