Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Erstausbildung: Duales System für alle Azubis

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Lehrer steht vor Schülern an der Tafel
© Robert Kneschke - Fotolia.com

Eine solide berufliche Ausbildung ist die Basis für erfolgreiche Perspektiven. Wichtig ist, dass Auszubildende die Möglichkeit haben, genau den Bildungsweg einzuschlagen, der den eigenen Fähigkeiten und Zielen am ehesten entspricht. So individuell diese Ziele sind, so vielfältig ist auch das Angebot zur beruflichen Ausbildung.

Ausbildung im dualen System

Die Ausbildung in nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannten Ausbildungsberufen bildet nach wie vor den Schwerpunkt der Berufsausbildung in Deutschland. Zwei Drittel aller Jugendlichen steigen auf diesem Weg ins Berufsleben ein. Das duale System bezeichnet die Ausbildungsform. Denn an zwei Orten wird ausgebildet: im Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule.

Das Ausbildungsunternehmen

  • ist für den praktischen Teil der Ausbildung zuständig,
  • trägt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung,
  • bildet nach der Ausbildungsverordnung des jeweiligen Berufs und dem zugehörigen Ausbildungsrahmenplan aus.

Die Berufsschule

  • unterrichtet nach hessischen Lehrplänen bzw. nach den Rahmenlehrplänen, die in der Kultusministerkonferenz auf Bundesebene abgestimmt sind,
  • findet je nach Ausbildungsberuf an ein bzw. zwei Tagen pro Woche oder in Blockform statt,
  • ist obligatorisch, das heißt, für Auszubildende besteht Berufsschulpflicht.

Die Prüfungen

  • Die zuständigen Kammern organisieren die Zwischen- und die Abschlussprüfung.
  • Die Zwischenprüfung gibt Aufschluss über den aktuellen Wissensstand der Auszubildenden.
  • Die Abschlussprüfung bescheinigt die Berufsqualifikation der ausgebildeten Fachkräfte.

Voraussetzungen für eine Ausbildung im dualen System sind

  • ein Ausbildungsvertrag zwischen dem Ausbildungsunternehmen und der auszubildenden Person bzw. deren gesetzlicher Vertretung.

Informationen zum Erwerb höherwertiger Schulabschlüsse im Rahmen der dualen Berufsausbildung finden Sie im Flyer „Schule, Berufsausbildung –  oder beides? Duale Berufsausbildung und schulische Abschlüsse".

Zum Flyer auf Deutsch
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Die Vorteile der dualen Ausbildung

  • Das enge Ineinandergreifen von Theorie und Praxis ermöglicht Auszubildenden eine besondere Qualifizierung.
  • Auszubildende lernen die Prozesse eines Unternehmens von Grund auf kennen.
  • Wer ausbildet, investiert in die Zukunft: durch gezielte Förderung von Fachkräften minimiert er das Risiko starker Fluktuation und sichert damit Kompetenz für das eigene Unternehmen.
  • Wer ausbildet, stärkt den Wirtschaftsstandort Hessen. Er zeigt soziale Verantwortung für junge Menschen und steigert so die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber.

Weitere Varianten der Erstausbildung

  • Möglichkeiten zur vollschulischen Ausbildung bieten Berufsfachschulen und Fachschulen.
  • Berufsakademie: In Hessen gibt es derzeit sieben staatlich anerkannte Berufsakademien. Diese Einrichtungen sind eine Alternative zu Berufsausbildung und Hochschulstudium, denn sie kombinieren beide Bildungswege: die praxisorientierte Berufsausbildung und das theoretische Fachstudium.
  • Studium an Hochschulen und Fachhochschulen: Als Land der Bildung und Forschung ist Hessen Träger von 12 staatlichen Hochschulen. 13 weitere Hochschulen anderer Trägerschaften ergänzen dieses breite Spektrum zur betrieblichen Qualifizierung.