Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Förderkredite und Bürgschaften

Coronahilfen für Unternehmen

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Eine Blutprobe wird im Labor in den Händen gehalten.
© adobe stock / H_Ko

Auch in Hessen spüren einige Branchen die Auswirkungen unterbrochener Lieferketten, abgesagter Großveranstaltungen und verschobener Dienstreisen. Besonders im Hotel- und Gaststättengewerbe und allem, was mit Reisen zu tun hat sind die Umsatzrückgänge deutlich zu sehen. Einige Unternehmen mussten bereits Kurzarbeit anmelden.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: "Wir beobachten die Entwicklung sehr genau und stehen in Kontakt mit der hessischen Wirtschaft. Über die WIBank bieten wir Betrieben in Notfällen Förderkredite an, auch Bürgschaften sind möglich. Ähnliches wird auch vom Bund, also der KfW angeboten. Letztlich geht es darum, dass die Unternehmen liquide bleiben, bis sich die Situation normalisiert hat. Wir müssen die Situation ernst nehmen, zugleich aber überlegt vorgehen. Noch wissen wir nicht, wie sich das Virus weiter ausbreitet und welche Folgen das tatsächlich haben wird. Es besteht die Gefahr, dass am Ende die Angst vor dem Virus wirtschaftlich schlimmere Folgen hat als das Virus selbst."

Angebote des Landes Hessen

Das Land Hessen bietet ein breites Spektrum finanzieller Förderprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen. Das Schaubild zeigt die hessischen Förderprogramme für Unternehmen und Gründungen im Überblick. Einige Förderungen können auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Corona-Virus entstehen.

So bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) im Auftrag des Landes diverse Förderkredite an. Darunter sind auch Kredite aus dem Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK), das 2010 gezielt aufgelegt wurde, um die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise abzufedern. Hieraus können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Mio. Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Nähere Informationen dazu hier.

Darüber hinaus können KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz aus dem Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

Bürgschaften bis 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent bietet die Bürgschaftsbank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen an. Dazu zählen auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Weitere Infos und Ihren jeweiligen Ansprechpartner finden Sie hier.

Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i. d. R. über 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Informationen dazu hier.

Zur Corona-Seite der WIBank geht es hier.

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