Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Integration

Mit "Wirtschaft integriert" zum Berufsabschluss

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Auszubildende im Betrieb
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Das Programm "Wirtschaft integriert" richtet sich an Frauen und Männer unter 27 Jahren (Frauen mit Kindern: unter 33 Jahren), die noch nicht genug Deutsch sprechen, um eine Ausbildung ohne Hilfe zu absolvieren. In mehreren Schritten werden sie bei ihrem Weg zum Berufsabschluss unterstützt und erhalten außerdem in allen Phasen berufsbezogene Sprachförderung. 

Teilnehmen können

  • schon länger hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund
  • anerkannte Flüchtlinge
  • Asylbewerber aus nicht sicheren Herkunftsländern
  • geduldete junge Menschen ohne Arbeitsverbot

Berufsorientierung in mindestens drei Berufsfeldern

Am Anfang steht die zwölfwöchige Berufsorientierung: In Werkstätten erproben sich die jungen Menschen praktisch in mindestens drei Berufsfeldern, um herauszufinden, welcher Beruf zu ihnen passt. Auch Sprachunterricht, Lern- und Integrationshilfen sowie sozialpädagogische Begleitung gehören zum Programm. 

Intensive Betreuung und Förderung

Als Brücke in die Ausbildung dient die sechs bis zwölf Monate dauernde Einstiegsqualifizierung. Dabei leisten die Teilnehmer Praktika in Ausbildungsbetrieben ihres angestrebten Berufs. Gleichzeitig bereitet ein Stützangebot aus Sprachförderung, Förderunterricht, Integrationshilfen und sozialpädagogischer Begleitung sie auf den eigentlichen Ausbildungsbeginn vor. 

Auch während der betrieblichen Ausbildung hilft eine intensive Ausbildungsbegleitung mit Sprach- und Lernförderung den Flüchtlingen und ihren Ausbildungsfirmen, Probleme und Hürden auf dem Weg zum Abschluss zu überwinden. 

Hessisches Gemeinschaftsprojekt

Da Arbeit und Ausbildung für eine Integration wichtige Voraussetzung sind, hat das Land im Frühjahr 2016 das Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. An dem Programm „Wirtschaft integriert“ beteiligen sich die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Hessische Handwerkstag, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern sowie das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Die Landesregierung stellt dafür erhebliche Mittel im Rahmen ihres "Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts" bereit. Hessen ist bisher das einzige Land, das ein Programm mit nahtloser Förderkette von der Berufsorientierung bis zum Ausbildungsabschluss anbietet.

Kontakt 

Die Gesamtkoordination übernimmt das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW):
6421/30493-285
wi@bwhw.de


Dort können sich auch Unternehmen informieren, die Praktika, Einstiegsqualifizierungen oder Ausbildungsplätze anbieten wollen. 

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