EU-Austritt

Hessen und der Brexit

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EU- und Großbritannien-Flagge vor Big Ben
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Am 23. Juni 2016 hat sich die britische Bevölkerung bei einem Referendum mehrheitlich für den Austritt aus der EU entschieden. Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat den Austritt am 29. März 2017 beantragt. Ursprünglich wäre das Vereinigte Königreich damit zum 29. März 2019 aus der EU ausgetreten. Dieser Termin wurde nach kontroversen Diskussionen und Änderungen am Austrittsvertrag mittlerweile zum zweiten Mal durch eine Entscheidung des Europäischen Rats verschoben. Das neue Austrittsdatum ist nun der 31. Januar 2020. Dies hat zur Folge, dass das Vereinigte Königreich am 1. Februar 2020 automatisch nicht mehr Mitgliedsstaat der Europäischen Union sein wird. Ein früherer Austritt Großbritanniens aus der EU wäre möglich, sollte das britische Unterhaus vor Ende Januar dem Austrittsvertrag zustimmen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist daher noch völlig offen, ob und unter welchen Konditionen der Brexit tatsächlich stattfinden wird, was zu großer Unsicherheit bei den Unternehmen auf beiden Seiten führt. Im Falle eines Austritts des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union verändern sich wichtige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Europa - auch für Hessen.

Auswirkungen für Hessen

Vor dem Hintergrund der engen Verflechtungen im Handel und bei Investitionen zwischen Hessen und Großbritannien begleitet die hessische Landesregierung die Austrittsverhandlungen in Brüssel. Ziel ist es, den Aufbau neuer Handelsbarrieren zu vermeiden, die Freizügigkeit für Arbeit, Kapital und Dienstleistungen zu bewahren und die Anerkennung der europäischen Rechtsprechung auch nach dem Austritt zu erhalten. Deshalb möchte das hessische Wirtschaftsministerium für „neue Brücken“ zwischen den Ländern werben und fördert die Zusammenarbeit von hessischen Unternehmen mit britischen Partnern.

Informationen für Unternehmen

Informationsangebote zum aktuellen Stand der Verhandlungen helfen Unternehmen in Hessen, in Großbritannien und in weiteren Ländern innerhalb wie außerhalb Europas, ihre wirtschaftlichen Chancen neu zu bewerten. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sagte am 15. Oktober 2019 beim Empfang mit der britischen Business Community in Frankfurt: „Wir sagen nicht Thank you – Good-bye, sondern Welcome to Frankfurt – Welcome to Hessen!“

Mit dem „Brexit-Check“ im Rahmen der Länderspezifischen Marktberatung bietet das hessische Wirtschaftsministerium in dieser Phase der Umstellung speziell kleinen und mittleren Unternehmen Hilfe an: Expertinnen und Experten beraten Sie u. a. bei der Abschätzung Ihrer firmenindividuellen Chancen und Risiken, bei der Erkundung der sich durch den Brexit verändernden Märkte oder beim Auf- oder Ausbau einer Präsenz vor Ort.

Näheres erfahren Sie im Flyer Brexit-Check.

Aktuelle Informationen für die hessische Wirtschaft zum Brexit erhalten Sie unter update.brexit-hessen.de oder ganz bequem per Newsletter - hier geht's zur Registrierung. 

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