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Werbung für Aktien durch Spam-E-Mails

Immer wieder kursieren im Internet Spam-E-Mails aus unklarer Quelle, mit denen zu Kauf bestimmter Aktien geraten wird. Die Hessische Börsenaufsichtsbehörde weist darauf hin, dass es mit erheblichen Risken verbunden sein kann, ungeprüft und allein aufgrund solcher „Empfehlungen“ Wertpapiere zu erwerben. Häufig handelt es sich um Aktien, die im Freiverkehr an deutschen Börsen gehandelt werden und die nur eine geringe Handelsliquidität haben. Dies führt dazu, dass bereits geringe Handelsumsätze zu einer deutlichen Kursbewegung führen können. Regelmäßig besteht bei diesen Spam-E-Mails der Verdacht einer (versuchten) Marktmanipulation, der von der BaFin untersucht und verfolgt wird.

Ein Investment in solche Wertpapiere ist regelmäßig extrem risikoreich und kann zu erheblichen Verlusten führen. Wie beim Erwerb aller Wertpapiere hängen Chancen und Risiken eines Investments auch wesentlich mit der wirtschaftlichen Situation des Emittenten zusammen. Anleger müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Erwerb einer Aktie eine Beteiligung an einem Unternehmen darstellt und der Wert dieser Beteiligung mit dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens steigen oder fallen kann. Jeder Anleger sollte sich daher vor dem Kauf eines Wertpapiers über den Emittenten und seine wirtschaftliche Situation informieren. Wie bei allen Investitionen gilt auch hier der Grundsatz, dass hohe Renditechancen regelmäßig auch mit hohen Risiken verbunden sind.

Der Umstand, dass eine Aktie an einer Börse gehandelt wird, sagt noch nichts über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aus. Aufgabe und Funktion einer Börse ist die eines Handelsplatzes. Eine Prüfung der Bonität eines Emittenten ist weder Aufgabe der Börse noch der Börsenaufsichtsbehörde. Diese kann nur der Anleger selbst beurteilen und entsprechend seiner eigenen Renditeerwartung und Risikoneigung bewerten.

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