Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

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Strassennaturschutz

Landesregierung verbessert Amphibienschutz an Straßen

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Ein Mädchen vor einem „Achtung-Kröten-Schild“
© Jürgen Fälchle/Fotolia.com

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und das Hessische Ministerium für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucher­schutz haben gemeinsam ein hessisches Amphibienschutz­programm auf den Weg ge­bracht. Dieses wird von Hessen Mobil umgesetzt.

Durch das Programm werden insgesamt 32 marode Amphibien­schutzanlagen an Lan­desstra­ßen ertüchtigt. Hierbei handelt es sich um dauerhaft an Straßen errichtete An­lagen sowie vom ehrenamtlichen Naturschutz alljährlich zur Am­phibienwanderung auf­gebaute mobile Anlagen und um Mischformen aus beiden. Die betreffenden 32 Anla­gen sollen durch moderne, dauerhafte Schutzeinrichtungen ersetzt und unterhalten werden.

Nicht nur Amphibien sollen hierdurch die Straße wieder sicher überqueren können. Auch andere kleinere Arten wie Reptilien und Kleinsäuger profitieren von dem Schutz­programm. Daneben soll der Wildkatze und dem Fischotter an dafür geeigneten Stel­len durch ausreichend groß dimensionierte Durchlässe ebenfalls die gefahrlose Que­rung ermöglicht werden. Das Amphibienschutzprogramm unterstützt so vielfältig die Biodiversität und den Tierschutz in Hessen.

Den Grundstock für das Programm lieferte ein landesweiter Inventurbericht zu den hessischen Amphibienschutzanlagen im Auftrag von Hessen Forst FENA. Er identifi­zierte die Amphi­bienschutzanlagen mit einem hohen Handlungsbedarf. Von diesen „Brennpunkten des Sanierungsbedarfs“ gingen sämtliche an hessischen Landesstra­ßen gelegenen Anla­gen in das Hessische Amphibienschutzprogramm ein. So ist si­chergestellt, dass die geplanten Maßnahmen besonders wirksam zum verbesserten Amphibienschutz an hessischen Straßen beitragen. 

Für das Hessische Amphibienschutzprogramm, das Hessen Mobil mit Hilfe von exter­nen Dienstleistern umsetzt, sind eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren und Ge­samtkosten von rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Die Umsetzung erfolgt in mehre­ren Schritten. 2018 und 2019 werden für alle 32 Anlagen der Zustand und die dort wandernden Amphibienarten erfasst, ein standortbezogenes Sa­nierungs­konzept erstellt und die Baurechtsschaffung vorbereitet.

Ab dem Jahr 2020 folgen die sukzessive bauliche Umsetzung sowie die dauerhafte Unterhaltung und Pflege. Bei der Umsetzung des Programms werden die Naturschutz­verbände mit ihrem Sachverstand und ihrer Ortkenntnis eng einbezogen.

Flankiert wird das Hessische Amphibienschutzprogramm durch eine von der Hessi­schen Landesregierung erarbeitete Handreichung für Straßenverkehrs- und Natur­schutzbehör­den, die Hilfestellungen für die mögliche Anordnung von Verkehrsbe­schränkungen oder Stra­ßensperrungen aus Gründen des Amphibienschutzes bietet. Die Handreichung wurde im Februar 2018 - rechtzeitig vor Be­ginn der Frühjahrswan­derung der Amphibien - erstellt.

Nähere Informationen zu den 32 Standorten der Amphibienschutzanla­gen können der Karte „Amphibienschutzprogramm Hessen“ entnommen werden. Hier kann außerdem die Handreichung für Straßenver­kehrs- und Naturschutzbehörden abgerufen werden.

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