Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Verkehrssicherheit

Die Initiative "Sicher unterwegs in Hessen"

Zweimal im Jahr macht die Initiative auf Themen der Verkehrssicherheit aufmerksam. Am auffälligsten geschieht dies über großflächige Plakate an den hessischen Landstraßen. Seit der Jubiläumskampagne im Oktober 2016 werden auch Videoclips eingesetzt. Partner von "Sicher unterwegs in Hessen" sind der ADAC Hessen-Thüringen, die TÜV Hessen GmbH, die Landesverkehrswacht Hessen e.V., der Hessische Rundfunk und das Hessische Verkehrsministerium.

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Plakat zur Kampagne "Rasen schadet Ihrer Gesundheit"
© HMWEVL, ADAC Hessen Thüringen, Landesverkehrswacht Hessen, Hessischer Rundfunk und TÜV Hessen

Die aktuelle Kampagne „Rasen schadet Ihrer Gesundheit!“

Rasen und aggressives Fahren gelten immer noch als häufige Ursachen für Verkehrsunfälle. Nach Angaben des Deutschen Bundesverkehrssicherheitsrates (DVR) gingen im Jahr 2015 bundesweit immer noch 34 Prozent der Verkehrstoten auf überhöhte Geschwindigkeit zurück, auf den Autobahnen waren es 50 Prozent. Mit der neuen Kampagne «Rasen schadet Ihrer Gesundheit!» will das Bündnis «Sicher unterwegs in Hessen» deshalb auf diese Gefahr aufmerksam machen.

Das Plakatmotiv zeigt einen Fahrer, der ein „Lenkrad“ in Form eines Herzens in den Händen hält. Das Motto und das Motiv setzen Impulse zum Nachdenken in vielfältige Richtungen: Was ist Rasen? Warum ist das gesundheitsgefährdend? Was soll das Herz bedeuten? Die Verkehrsteilnehmer sollen sich damit beschäftigen und Antworten finden.

Im Aktionszeitraum werden an rund 150 Standorten an Hessens Bundes- und Landesstraßen außerorts die Kampagnen-Plakate aufgestellt.

Um vor allem jüngeren Verkehrsteilnehmern zu erreichen, sollen in Zukunft auch moderne Medien genutzt werden. In Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain entstanden im Rahmen dieser Kampagne beispielsweise vier Kurzfilme, die über die Webseite der Kampagne, über soziale Netzwerke und Youtube verbreitet werden.

Aktion „Sicher unterwegs in Hessen“

Das Hessische Verkehrsministerium ist als oberste Straßenverkehrsbehörde des Landes auch für die Verkehrssicherheit zuständig, in enger Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern, dem Bund und mit anderen hessischen Ministerien, z.B.
  • HMdIuS (Verkehrsüberwachung, Verkehrserziehung),
  • HSM (Erleichterungen für Menschen mit Behinderungen),
  • HKM (Verkehrserziehung an Schulen).
Kooperationen bestehen mit der Landesverkehrswacht, dem Hessischen Rundfunk, dem TÜV, dem ADAC und anderen.

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Verkehrssicherheit erhöhen

Die Landesregierung setzt sich ein für
  1. die Verbesserung der Fahrzeugsicherheit,
  2. die Verbesserung der Straßensicherheit und
  3. die Verbesserung des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer.

Dieses Ziel soll mit folgenden Aktionen und Kampagnen die Verkehrsteilnehmer erreichen:

  • Kinder und Jugendliche mit den Gefahren des Verkehrs vertraut machen
  • dafür werben, die Verkehrsregeln „freiwillig“ einzuhalten
  • Verkehrsklima und Verkehrsverhalten verbessern.
  • Abbau von Aggressivität im Straßenverkehr. Aggressivität zeigt sich durch Rasen, Drängeln und Rücksichtslosigkeit. Appelle für mehr Einsicht und größere Rücksichtsnahme.
  • Schwächere Verkehrsteilnehmer schützen: Kinder und ältere Menschen aber auch Fußgänger, Fahrradfahrer und Fahrer motorisierter Zweiräder. 
  • Kraftfahrer über altersspezifische Verhaltensweisen von Kindern und älteren Menschen aufklären und verstärkt an die Verantwortung appellieren. 
  • Mitverantwortung der Radfahrer stärken; Schwächen der Radfahrer berücksichtigen. Radfahrer müssen ihre Mitverantwortung erkennen und durch Beachtung der Straßenverkehrsregeln zur Risikominderung beitragen. Kraftfahrer müssen die Verhaltensformen von Fahrradfahrern besser berücksichtigen. Akzeptanz für Fahrradhelme steigern.
  • Unfallrisiko für Motorradfahrer weiter reduzieren, intensive Aufklärung der Motorradfahrer und bessere Information der Autofahrer über Verhaltensweisen der Motorradfahrer. 
  • Unfallrisiken junger Fahrer reduzieren. Risikobereitschaft der jungen Fahrer senken. Unfallproblematik bei Fahranfängern ist vor allem auf mangelnde Fahrpraxis und höhere Bereitschaft zu risikoreichem Verhalten zurückzuführen.