Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien

Das Hessische Wirtschaftsministerium unterstützt den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Denn ressourcensparende Verfahren und umweltfreundliche Technologien sind sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll.

Im Bereich der Umwelttechnologien findet sich in Hessen ein breites Spektrum an Herstellern, Dienstleistern und Forschungseinrichtungen, Es umfasst innovative Mittelständler und namhafte, weltweit führende Produzenten, die zukunftsfähige Lösungen erarbeiten und neue Produkte entwickeln. Die Endlichkeit fossiler Energieträger und das Festschreiben von Klimazielen stärkt die Nachfrage nach Effizienztechnologien weltweit. So haben gerade die schnell wachsenden Schwellenländer, die im Mittelpunkt unserer Außenwirtschaftsstrategie stehen, einen riesigen Nachholbedarf auf diesem Gebiet, der den nächsten Wachstumsschub auslösen wird. Aber auch die Länder Osteuropas haben im Rahmen der Integration in die EU enormen Nachholbedarf.

Ressourcenverbrauch und CO2-Emmissionen senken

Deutschland fällt im Bereich Ressourceneffizienz und Klimaschutz global gesehen als führendem Exporteur hochwertiger Güter, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, eine Schlüsselrolle zu: Durch den Export unserer hochwertigen Güter können wir nicht nur für Wachstum in Hessen sorgen, sondern weit über die Grenzen unseres Landes hinaus wirken und damit helfen, Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen weltweit zu senken.

Die Aufgaben und Verfahren der Umwelttechnologien haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Früher ging es in erster Linie darum, Schadstoffe und Abfälle durch nachgeschaltete Maßnahmen zu beseitigen. Heute werden dagegen Produktionskonzepte umgesetzt, die Energie und Rohstoffe möglichst effizient einsetzen. Unternehmen senken ihren Energieverbrauch etwa durch die Nutzung von Abwärme, oder sie bereiten Abwasser und Abfälle soweit auf, dass sie diese im Produktionsprozess weiter nutzen können. Zudem werden erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe und Sekundärrohstoffe eingesetzt.

Produkte umweltfreundlich gestalten

Weitere Ansätze zum sparsameren Umgang mit Ressourcen zeigen sich in einer umweltfreundlichen Produktgestaltung: Durch Ecodesign werden Produkte so konzipiert, dass sie beispielsweise länger haltbar sind oder sich gut recyceln lassen. Zudem können Ressourcen effizienter genutzt werden, indem Prozesse unternehmensübergreifend gemeinsam mit Lieferanten und Kunden optimiert werden. Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft kann hierbei wertvolle Unterstützung leisten. Ferner hilft die Digitalisierung, Stoffkreisläufe zu schließen und soziale Innovationen zu etablieren, die – wie die Sharing Economy – ebenfalls Potenziale zur Schonung von Ressourcen bieten.

Um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in Hessen dabei zu unterstützen, durch die Optimierung unternehmensinterner Prozesse einen effizienten Umgang mit Ressourcen wie Energie, Wasser, Luft, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu erreichen und damit Kosten einzusparen, hat das Hessische Wirtschaftsministerium zwei Förderprogramme zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) aufgesetzt. Mit den Förderprogrammen PIUS-Beratung und PIUS-Invest sowie dem Innovationskredit Hessen wird der produktionsintegrierte Umweltschutz aktiv vorangetrieben.

Zusätzlich fördert PIUS-Innovativ Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben von KMUs und großen Unternehmen, die der CO2-Reduktion dienen. Deadline zur Einreichung von Projektskizzen: 31. Januar 2019.

Im Rahmen des Projekts „SUPER – Supporting eco-innovations towards international markets“, das aus Mitteln des Programms Interreg Europe gefördert wird, werden gemeinsam mit den europäischen Projektpartnern neue Unterstützungsmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen, die umweltgerechte Innovationen entwickeln oder anwenden wollen, erarbeitet. Es soll einerseits Anbietern helfen, neue Umwelttechnologien und ressourceneffiziente Produktionsweisen schnell zur Marktreife zu bringen, und andererseits Anwendern die Umsetzung dieser Innovationen erleichtern.

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