Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Immobilienpreise steigen weiter

ZGGH legt Trendmeldung zum Immobilienmarkt 2016 vor

Thema: 
Landes- und Regionalplanung, Bauen
06.01.2017Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Bei rückläufigem Verkaufsvolumen ziehen die Immobilienpreise in Hessen weiter an – dies ergab eine am Freitag vorgelegte Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH). Nach Auswertung von etwa 85 Prozent der im Jahr 2016 eingegangenen Kaufverträge und den daraus resultierenden ersten Hochrechnungen haben im gerade abgelaufenen Jahr landesweit rund 60.000 bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen ihre Eigentümer gewechselt (2015: 67.901 Kaufverträge). Die aktualisierten Daten für Wohnimmobilien sind auch bei der Fortschreibung des Immobilien-Preis-Kalkulators (IPK Hessen) berücksichtigt worden.

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Häuser
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Entgegen den Vorjahren, in denen der Fokus der Marktteilnehmer weitgehend auf den Ballungszentren lag, zeichnet sich nun eine landesweite Nachfrage nach Immobilien und Preissteigerungen in allen Regionen ab. Im Hinblick auf die absoluten Kaufpreise ist das Nord-Süd-Gefälle auf dem hessischen Immobilienmarkt weiter zu beachten.

Zu den jährlichen Preissteigerungen

Die meisten Transaktionen sowie die höchsten Grundstücks- und Immobilienpreise haben die Gutachterausschüsse im Süden des Landes registriert. Wohnbaugrundstücke haben sich dort seit 2011 von 280 Euro/m² auf 310 Euro/m² verteuert, freistehende Einfamilienhäuser von 276.000 Euro auf 325.000 Euro, Erstverkäufe von Eigentumswohnungen von 3.000 Euro/m² auf 3.950 Euro/m². Damit haben die jährlichen Preissteigerungen in den letzten fünf Jahren durchschnittlich bei circa zwei Prozent für Bauplätze, bei circa vier Prozent für Einfamilienhäuser sowie bei etwa sechs Prozent für Eigentumswohnungen (Neubau) gelegen.

In der nördlichen Landeshälfte stagnierten die Durchschnittspreise für Wohnbaugrundstücke im Fünfjahresvergleich bei ungefähr 80 Euro/m². Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser haben sich dort seit 2011 im Schnitt von 142.000 Euro auf 170.000 Euro erhöht, neugebaute Eigentumswohnungen haben sich von 2.200 Euro/m² auf 2.800 Euro /m² verteuert. Damit sind die jährlichen Preissteigerungen der Immobilien mit circa vier Prozent (Einfamilienhäuser) beziehungsweise etwa sechs Prozent (Eigentumswohnungen-Neubau) entsprechend dem Süden in gleicher Höhe ausgefallen.

„Ein bedeutender Beitrag zur Transparenz auf dem Immobilienmarkt.“

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dankte den Gutachterausschüssen für ihre Arbeit: „Die Berichte sind ein bedeutender Beitrag zur Transparenz auf dem Immobilienmarkt. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Erwerb der eigenen vier Wände eine der wichtigsten Investitionen ihres Lebens. Gerade in Boom-Zeiten bedürfen sie neutraler Informationen über das Preisniveau.“

Als Datenquelle für die Trendmeldung der ZGGH dienten die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, in denen alle tatsächlich realisierten und notariell beurkundeten Kaufverträge anonymisiert erfasst werden. Die ermittelten Durchschnittswerte müssen sich noch im Laufe der kommenden Monate bestätigen und fließen dann in den Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2017 ein. Dieser enthält weitere Detailinformationen und wird in gewohnter Weise im Juni 2017 veröffentlicht.

Daneben ist der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK Hessen) mit den auf Wohnimmobilien entfallenden neuen Daten zu Jahresbeginn fortgeschrieben worden. Damit können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte individuelle Schätzungen von einzelnen Objekten per Knopfdruck erhalten. Das aktualisierte Online-Produkt steht den Nutzern ab Mitte Januar 2017 gebührenpflichtig zur Verfügung.

Hintergrund:

Die ZGGH ist seit 2007 beim Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) eingerichtet. Sie ist zentrale Ansprechstelle für Informationen über die Gesamtheit der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte. Sie kommt ihrer Aufgabe, Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu schaffen, u.a. durch die Erstellung des Landesimmobilienmarktberichtes, der Betreuung des Bodenrichtwertinformationssystems sowie der Ermittlung weiterer wertrelevanter Daten nach. 

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