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Flughafen Frankfurt

Wirbelschleppen-Vorsorgegebiet in Flörsheim und Raunheim wird vergrößert

Al-Wazir: Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität

Das Wirbelschleppen-Vorsorgegebiet am Frankfurter Flughafen wird vergrößert: Es umfasst künftig den ganzen Kernort von Flörsheim sowie ganz Raunheim, so dass sich die erfasste bebaute Fläche etwa verdoppelt. Eine entsprechende Planergänzung hat der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir unterzeichnet. „Wir ziehen damit die Konsequenz aus den jüngsten Vorfällen mit herabgestürzten Dachziegeln außerhalb des bisherigen Vorsorgegebiets“, erklärte der Minister. „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität.“

In dem ausgewiesenen Areal muss der Flughafenbetreiber Fraport AG auf Verlangen der jeweiligen Hauseigentümer Dächer erforderlichenfalls so sichern, dass sie nicht von den Luftwirbeln landender Flugzeuge beschädigt werden können. Nach einer Häufung solcher Ereignisse hatte das Hessische Wirtschaftsministerium im Mai 2013 erstmals ein solches Gebiet festgelegt. Seitdem kam es jedoch auch außerhalb seiner Grenzen zu vereinzelten Vorfällen.

Deshalb hatte die Fraport AG im April freiwillig angeboten, die Dächer im Kernort von Flörsheim sowie in Raunheim auf etwaige Anfälligkeit zu begutachten. Nun können Hauseigentümer neben der Inspektion auch die gegebenenfalls erforderliche Sicherung – etwa durch Klammerung oder Nagelung – verlangen.  

Risiken so weit wie möglich ausschließen

„Wir haben schnell, umsichtig und entschlossen gehandelt. Selbstverständlich wurde die Fraport AG vor Erlass der Planergänzung angehört“, erläuterte der Minister. „Es liegt auch im Interesse des Flughafens, Risiken so weit wie möglich auszuschließen.“

Die Maßnahme ergänzt die sonstigen Bestimmungen der Planfeststellung zum Ausbau des Frankfurter Flughafens. Schon bisher war die Fraport AG verpflichtet, Schäden an Hausdächern, bei denen Wirbelschleppen als Ursache nicht ausgeschlossen werden können, zu beheben.  Bei dieser Verpflichtung bleibt es – unabhängig davon, ob Hauseigentümer das Vorsorgeangebot annehmen oder nicht. 

Die neue Planergänzung hebt zudem die Stichtagsregelung ihrer Vorgängerin auf, die den Vorsorgeanspruch auf Gebäude beschränkt, die vor der Auslegung der Planfeststellungsunterlagen im Jahr 2007 errichtet worden waren. Künftig gilt das Datum der öffentlichen Bekanntgabe der Planergänzung, so dass sämtliche Bestandsgebäude erfasst werden.

Der Beschluss ist auf der Homepage des Hessischen Wirtschaftsministeriums veröffentlicht.

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