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Straßenverkehr

Trotz höchster Verkehrsbelastung liegt Hessen bei Staubilanz nur im Mittelfeld

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Stau
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Mit Lob für das hessische Baustellen-Management hat Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf die Staubilanz 2016 des ADAC reagiert: „Hessens Autobahnen haben nicht nur mit 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt die höchste Verkehrsbelastung aller Flächenländer, sondern inzwischen auch die höchste Baustellendichte. Dennoch liegen wir weder bei Staumeldungen noch bei Staustunden in der Spitzengruppe, sondern nur im Durchschnitt. Das ist ein Erfolg des guten Verkehrs- und Baustellenmanagements von Hessen Mobil“, sagte der Minister am Donnerstag.

Wegen Baustellen 20 Prozent mehr Staus 

Laut ADAC haben Staus und Staustunden im Vergleich zum Jahr 2015 bundesweit um rund 20 Prozent zugenommen. Als Hauptgrund nennt der Verein die Zunahme der Baustellen um 15 Prozent. „In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist zu wenig in den Erhalt unserer Infrastruktur investiert worden“, erläuterte Al-Wazir. „Das ändert sich jetzt. In Hessen sind in den vergangenen beiden Jahren 1,4 Milliarden Euro in die Autobahnen und Bundesstraßen geflossen - so viel wie noch nie zuvor, und zwar mit einem klaren Schwerpunkt auf Sanierung und Erhalt. Das alles findet bei laufendem Verkehr statt und geht natürlich nicht ohne Baustellen und verengte Fahrbahnen. Investitionen ohne Baustellen sind unmöglich.“

Statistik zu Hessens Autobahnen

Bei den Fernautobahnen liegt nur einer der zehn am häufigsten von Staus betroffenen Abschnitte in Hessen (A3 Frankfurt-Würzburg); auf hessischem Gebiet verlaufen jedoch nur 30 der 120 Kilometer. Von den übrigen Autobahnen kommt die A 643 zwischen Wiesbaden und Mainz unter die ersten zehn. Dort kommt es fast täglich zu Staus, weil nach einem Bauunfall auf rheinland-pfälzischer Seite nur eine Spur zur Verfügung steht.

Empfehlungen für geringe Verkehrsstörung

Damit Sanierungsarbeiten den Verkehr möglichst wenig beeinträchtigen, empfiehlt der ADAC, an Baustellen die Zahl der Fahrstreifen beizubehalten und mehr Arbeiten in die Nacht zu verlegen. „Die Beibehaltung der - dann allerdings verengten - Fahrstreifen ist in Hessen seit langem üblich“, sagte der Minister. „Wenn Fahrstreifen zeitweise gesperrt werden müssen, werden die Arbeiten in verkehrsarme Zeiten – an Wochenenden oder nachts – gelegt. Nachtarbeit stößt allerdings in der Praxis an Grenzen. Beleuchtung und Schichtzuschlägen steigern die Kosten. Vor allem aber wegen der höheren Gefahren für Mitarbeiter und Verkehrsteilnehmer kann nicht regelmäßig nachts gearbeitet werden."

Attraktiver Nahverkehr entlastet die Straße 

„Eins muss uns zusätzlich klar sein: Allein auf der Straße werden wir die Probleme des Straßenverkehrs gerade im Rhein-Main-Gebiet nicht lösen können. Ohne einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr ist die Mobilität nicht zu sichern. Deshalb setzen wir uns ebenfalls massiv für einen Ausbau der Schienenstrecken ein. Denn wenn wir den Pendlern keine attraktiven Alternativen zum Auto bieten können, ist der Dauerstau programmiert.“

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