Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Beiträge für Gäste

Stärkung für hessischen Tourismus

Thema: 
Wirtschaft & Finanzplatz Frankfurt
04.01.2017Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

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Zwei ältere Menschen an der Rezeption eines Hotels
© Robert Kneschke / Fotolia

Hessen hat die Voraussetzungen für eine bessere Finanzierung touristischer Infrastruktur geschaffen: Künftig dürfen Kommunen von Übernachtungs- und Tagesgästen Beiträge erheben, um ihre dem Tourismus dienenden Einrichtungen und Veranstaltungen zu bezahlen. Voraussetzung ist die Anerkennung als Tourismusort, deren Verfahren eine zum Jahresbeginn in Kraft getretene Rechtsverordnung regelt. „Der Tourismus beschäftigt in Hessen in Vollzeitstellen umgerechnet rund 200 000 Menschen. Wir versprechen uns von der Abgabe eine Stärkung dieses für Hessen so wichtigen Wirtschaftszweigs“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch.

Wer darf Beiträge erheben?

Einen entsprechenden Antrag können Städte und Gemeinden stellen, die im Jahr mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner beherbergen. Ferner müssen sich Tourismusorte entweder durch ihre landschaftliche Lage, durch Kultureinrichtungen wie Museen und Theater oder durch Naherholungsangebote wie Rad- und Wanderwege abheben.

Liegt die Anerkennung vor, muss die Kommune den Tourismusbeitrag per Satzung beschließen. Der Hessische Städtetag sowie der Städte- und Gemeindebund arbeiten derzeit an einer Mustersatzung, die im ersten Quartal vorliegen soll.

Attraktive Infrastruktur nutzt allen

Al-Wazir verwies auf die guten Erfahrungen anderer Bundesländer mit den Beiträgen: „Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten. Zufriedene Gäste kommen wieder, Unternehmen können mit intakter Infrastruktur und guten Freizeitangeboten um Fachkräfte werben, und auch für die Einwohner selbst ist ein attraktives Umfeld ein Gewinn.“

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