Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Flughafen Frankfurt

Neues Flugverfahren zur Lärmbegrenzung

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Flugzeug im Startflug - HMWVL
Startendes Flugzeug am Frankfurter Flughafen
© HMWVL

Als weiteren Beitrag zur Begrenzung des Fluglärms im Rhein-Main-Raum hat Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir die Einführung eines neuen Navigationsverfahrens am Frankfurter Flughafen gewürdigt. „Ich danke insbesondere der Deutschen Flugsicherung, die das Verfahren entwickelt hat, und der Lufthansa, die die Lösung aktiv vorangebracht und im Simulator getestet hat, für ihr Engagement“, sagte Al-Wazir am Freitag. Er appellierte an die Airlines, dem Vorbild der Lufthansa zu folgen und ihre Maschinen möglichst schnell und umfassend für das Verfahren auszurüsten.  

Ideallinie der Südumfliegung

Anlass für die Einführung des Verfahrens waren regelmäßig auftretende systematische Abweichungen von der Ideallinie der Südumfliegung, die insbesondere in Trebur und Mainz zu erheblichen zusätzlichen Lärmbelastungen geführt hatten. Diese waren von der Fluglärmschutzbeauftragten des Hessischen Wirtschaftsministeriums gegenüber den beteiligten Akteuren und dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung adressiert worden. 

Probebetrieb nach Prüfprozess

Nach einem umfangreichen Prüfprozess verschiedener Alternativen geht nun eine innovative, erstmals in Deutschland genutzte Lösung in den Probebetrieb. „Ich freue mich über dieses weitere Beispiel für Frankfurts Vorreiterrolle beim Fluglärmschutz“, sagte der Minister, „Es zeigt sich erneut, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren sich auszahlt. Ich hoffe, dass der Probebetrieb erfolgreich verläuft und die erwarteten Effekte eintreten werden.“  

Navigationsverfahren mit GPS-Unterstützung

Das Navigationsverfahren RNP (Required Navigation Performance) ermöglicht es entsprechend ausgerüsteten Jets, sich mit GPS-Unterstützung auch unter schwierigen Wind- und Wetterbedingungen sehr viel genauer an die vorgegebene Fluglinie zu halten. Die DFS plant, es auch auf anderen Abflugrouten einzusetzen.

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