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CeBIT

Hessische Unternehmen zunehmend durch IT-Sicherheitslücken bedroht

Minister Tarek Al-Wazir am Hessen-IT Firmengemeinschaftsstand auf der CeBIT
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© Hessen-IT

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat vor einer wachsenden Gefahr durch IT-Sicherheitslücken gewarnt. „Es ist gut und richtig, dass hessische Unternehmen ihre Prozesse und Produkte zunehmend digitalisieren. Damit steigt aber natürlich auch das Risiko, ins Visier von Hackern, Datendieben und Industriespionen zu geraten“, sagte Al-Wazir am Dienstag bei einem Besuch der Computermesse CeBIT 2015 in Hannover. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen seien die Sicherheitsvorkehrungen häufig aber noch immer zu lax. „Vielen Unternehmen brennt das Thema unter den Nägeln. Deshalb werden wir in diesem Jahr einen Fokus auf das Thema Vertraulichkeitsschutz und Verschlüsselungstechnologien legen“,  so Al-Wazir. Dazu werde derzeit unter anderem ein umfangreicher Leitfaden für Unternehmen entwickelt, mit konkreten Strategien und Lösungsansätzen zum Thema Datensicherheit.

Hessen führend bei Datenschutz und IT-Sicherheit

Das Thema IT-Sicherheit ist auch ein Schwerpunktthema am Firmengemeinschaftsstand „Hessen-IT“ auf der CeBIT. Vier der 15 Aussteller am Stand haben ihren Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Sicherheit von IT-Systemen. „Wir sind in Hessen führend in Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit. Fast jedes dritte Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche erbringt Leistungen aus diesem Bereich. Aber auch in der Forschung und Entwicklung von Spitzentechnologien haben wir uns zu einem der innovativsten Standorte weltweit entwickelt“, so Al-Wazir.

Cybersicherheitsforschung in Südhessen

Neben kleinen und mittleren Unternehmen präsentiert sich am Hessen-IT-Stand auch das Forschungszentrum für Cybersicherheit CASED (Center for Advanced Security Research) aus Darmstadt. CASED bündelt die Kompetenzen im Bereich IT-Sicherheit der Technischen Universität Darmstadt, des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) und der Hochschule Darmstadt. Das Land Hessen unterstützt das Zentrum im Zeitraum 2008-2016 aus Mitteln des LOEWE-Programms mit  45,6 Mio. Euro. „Südhessen ist inzwischen eine internationale Top-Adresse in der Cybersicherheitsforschung“, so Al-Wazir. In Darmstadt arbeiten bereits mehr als 350 Forscherinnen und Forscher am Schutz von digitalen Daten, Diensten, Geräten und Infrastrukturen. Al-Wazir: „CASED-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler leisten Pionierarbeit - von den Grundlagen bis zu den Anwendungen der IT-Sicherheit und des Privatsphärenschutzes. Darmstadt ist heute das unangefochtene Zentrum der Cybersicherheitsforschung in Deutschland.“

Finanzielle und Image-Schäden durch IT-Sicherheitsvorfälle

Auch eine in der letzten Woche veröffentlichten Umfrage unter hessischen IKT-Unternehmen unterstrich den hohen Stellenwert des Themas. IT-Sicherheit wurde dabei noch vor Cloud Computing und dem Breitbandausbau als das bedeutendste Thema für die Zukunft der Branche identifiziert. „Wir beobachten, dass das Thema bei den Unternehmen auf der Agenda immer weiter nach oben rückt. Denn durch IT-Sicherheitsvorfälle drohen nicht nur finanzielle, sondern auch Image-Schäden. Wer wegen Sicherheitslücken das Vertrauen seiner Kunden verliert, wird es schwer haben, sich auf dem Markt zu behaupten. Solche Image-Schäden wirken häufig lange nach“, so der Minister.

Minister Al-Wazir wird bei seinem Messerundgang auch mit hochrangigen Vertretern der IBM Deutschland GmbH, der Software AG und der Deutschen Telekom AG über das Thema IT-Sicherheit sprechen. Ein kompletter Thementag am Hessen-IT-Stand auf der CeBIT beschäftigt sich heute zudem mit Security und Datenschutz.

Auf dem Hessen-IT-Gemeinschaftsstand präsentieren sich neben den Unternehmen AFS Software, AI Advanced Information Europe, BSC Computer, Connect4Video, CORISECIO, ECKD, Le Bihan Consulting, networker, projektberatung, PSW Group, QGroup, Schulz & Löw Consulting, Sciforma, SHIFT, Starke + Reichert und UBL Informationssysteme auch das House of IT sowie das Projekt „Mehr Breitband in Hessen“. 

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