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ÖPNV-Finanzierung

Finanzierung des ÖPNV für 5 Jahre gesichert

Thema: 
Schiene, ÖPNV, Nahmobilität
15.12.2016Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Der absehbare Finanzbedarf des öffentlichen Bus- und Bahnverkehrs in Hessen ist für die nächsten fünf Jahre gedeckt: „Hessen hat kräftig mitgeholfen, und es ist den Ländern gelungen, dem Bund mehr Geld für den Regionalverkehr abzuringen. Allein für Hessen summiert sich das auf rund 45 Mio. Euro pro Jahr“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

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Bushaltestelle barrierfrei
© HMWEVL

„Zudem stellen Land und Kommunen den Verkehrsverbünden in den nächsten fünf Jahren rund 230 Mio. Euro zusätzlich für den laufenden Betrieb zur Verfügung. Insgesamt schafft das eine solide Basis, um die Angebote der wachsenden Nachfrage gemäß auszuweiten. Ohne einen leistungsfähigen ÖPNV ist die Mobilität in Hessen nicht aufrechtzuerhalten.“

24 Prozent mehr Geld für Verbünde

Der Minister wies darauf hin, dass die Verbünde in der 2017 anbrechenden Fünfjahresperiode rund 4 Mrd. Euro erhalten – 24 Prozent mehr pro Jahr als in der letzten fünfjährigen Finanzierungsperiode. Öffentliche Verkehrsmittel seien umweltfreundlich und sozial. Die Landesregierung engagiere sich nicht nur für den laufenden Betrieb, sondern vor allem auch für Infrastruktur: „Wir unterstützen die Planung, den Bau und den Ausbau von S-Bahn-Strecken im Rhein-Main-Gebiet, unterstützen den Ausbau von Stadt- und Straßenbahnstecken und investieren auch in die Reaktivierung stillgelegter Strecken. Der Verkehrssektor muss seinen Treibhausgasausstoß dringend senken: Deshalb fördern wir auch die Ertüchtigung und Sanierung von Straßenbahnstrecken und vom kommenden Jahr an auch die Anschaffung von Elektro-Bussen.“

Schülerticket statt Elterntaxi

Als weitere Unterstützung des ÖPNV bezeichnete Al-Wazir das im kommenden Jahr startende landesweite Schülerticket, für das pro Schuljahr 20 Mio. Euro bereitstehen: „Das Schülerticket ist die Antwort auf die Bedürfnisse heutiger Jugendlicher. Junge Menschen erfahren den ÖPNV als einfache und verlässliche Alternative zum eigenen Auto oder zum Elterntaxi. So werden künftige Nutzerinnen und Nutzer angeworben. Davon profitiert gerade der ÖPNV im ländlichen Raum, wo der Schülerverkehr eine wesentliche Finanzierungsgrundlage ist. Gleichzeitig werden die Familien bei den Mobilitätskosten entlastet. Das hessenweite Schülerticket für 365 Euro im Jahr ist die konsequente Weiterentwicklung der bestehenden, meist kreisweiten Angebote. Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Angebot gemeinsam mit den Verbünden ab dem nächsten Schuljahr auf den Weg bringen können.“

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