Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

ÖPNV

Erste Vereinbarung zum Schülerticket unterschrieben

Thema: 
Schiene, ÖPNV, Nahmobilität
19.12.2016Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

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Unterzeichner der Finanzierungsvereinbarung
© HMWEVL

Die Einführung des landesweiten Schülertickets hat begonnen: Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt und Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar (URN), unterzeichneten am Montag in Heppenheim eine entsprechende Vereinbarung. Das Schülerticket soll zum Schuljahr 2017/18 starten und 365 Euro im Jahr kosten. In den nächsten Monaten sollen Vereinbarungen zur Einführung des Schülertickets auch mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und dem Nordhessischen Verkehrsverbund getroffen werden, damit das Schülerticket zum nächsten Schuljahr starten kann.

Attraktives Mobilitätsangebot für weniger Geld

„Der Kreis Bergstraße und der VRN werden mit der Unterzeichnung zum Vorreiter“, sagte Minister Al-Wazir. „Das Schülerticket ist ein attraktives und zeitgemäßes Angebot für junge Leute, selbstständig mobil zu sein. Es entlastet die Familien bei den Mobilitätskosten, denn der Großteil der jetzigen Schülerangebote ist teurer.“ Das Land stellt für das Schülerticket 20 Millionen Euro pro Schuljahr bereit. Das bisherige Maxx-Ticket des VRN, das den Kreis Bergstraße sowie Teile von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz abdeckt, bleibt weiterhin erhältlich.

„Im Landkreis Bergstraße fahren viele Schüler mit Bus & Bahn in den baden-württembergischen Teil des VRN und nutzen dafür das VRN-MAXX-Ticket“, sagte URN-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt. „Wir danken der Landesregierung, hier eine Lösung gefunden zu haben, die es den Schülern ermöglicht selbst zu entscheiden, welches Ticket sie für ihre Mobilitätsbedürfnisse benötigen.“

Zwei Tickets zur Auswahl im Kreis Bergstraße

Mit der Einführung des landesweiten Schülertickets wird das bereits bestehende Angebot des MaxxTickets des VRN ergänzt“, erklärte Landrat Christian Engelhardt. „Die Freundschaften und Hobbies der Kinder reichen über Kreisgrenzen hinaus, darum ist es wichtig, das Kirchturmdenken in Bezug auf die „Wabengrenzen“ der Verkehrsverbünde abzulegen. Im vergangenen Schuljahr hat der Kreis 7.600 Schülertickets finanziert. Zukünftig haben die Schülerinnen und Schüler im Kreis Bergstraße, denen laut Schulgesetz ein Schulticket zusteht, die Qual der Wahl zwischen den beiden Tickets. Daneben wird der Kreis Bergstraße weiter in den Öffentlichen Personennahverkehr investieren. In der Investitionsplanung 2017 haben wir 3,3 Mio. Euro im Kreishaushalt für den ÖPNV vorgesehen, um ein noch besseres und passgenaues sowie modernes Angebot für die Bürgerinnen und Bürger des gesamten Kreises anbieten zu können.“

171 Mio. Euro für Busse und Bahnen im VRN

Ebenfalls unterzeichnet wurde in Heppenheim eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) für den Betrieb von Bussen und Bahnen. Für die Jahre 2017 bis 2021 erhält der VRN vom Land Hessen insgesamt ca. 171 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind das Fördermittel des Bundes („Regionalisierungsmittel“), aber auch Zuschüsse von Land und Kommunen.

2017-2021: Rekord-Zuschüsse für ÖPNV

„Unser Ziel ist ein starker ÖPNV in Hessen“, sagte Minister Al-Wazir. „Deswegen ergänzen wir die Bundesmittel mit Millionen-Zuschüssen aus dem Landeshaushalt – zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren. Von 2017 bis 2021 erhalten die Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN insgesamt pro Jahr knapp 24 Prozent mehr als in der letzten fünfjährigen Fnanzierungsperiode. In den nächsten fünf Jahren stehen für die in Hessen tätigen Verbünde rund vier Milliarden Euro zur Verfügung. Noch nie gab es in Hessen mehr Geld für den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs.“

„Wir sind froh, die vom Land Hessen zur Verfügung gestellten Finanzmittel auch weiterhin zielorientiert einsetzen zu können und die Angebotsqualität im ÖPNV damit mittelfristig zu sichern und auszubauen“, sagte VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik.

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