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Energie-Agenda 2015: Impulse für Energiewende in Hessen

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Mit einer neuen Beratungsoffensive für Kleine und Mittlere Unternehmen fördert die Landesregierung Energieeinspar- und Energieeffizienzmaßnahmen in der hessischen Wirtschaft. „Wir unterbreiten den Unternehmen in Hessen ein umfassendes Angebot: Jedem der will, bieten wir eine kostenlose Energieberatung an“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden. „Wir wollen es so einfach wie möglich machen, das Angebot anzunehmen. 
Deshalb finden die Beratungen – wenn gewünscht – auch direkt im Unternehmen statt.“ Die Beratungsoffensive ist Teil der Energie-Agenda 2015, für die die Landesregierung in den kommenden vier Jahren 15 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen wird. Die „Energie-Agenda 2015. Zwölf Impulse für die Energiewende in Hessen“ enthält Beratungsangebote ebenso wie direkte Zuschüsse für Energiesparmaßnahmen und Forschungsprojekte. „Das ist das umfassendste Landesprogramm für Energieeffizienz, dass es in Hessen je gegeben hat“, so der Minister. Von den Förder- und Beratungsangeboten profitieren Verbraucher, Unternehmen und Kommunen gleichermaßen. „Damit wird es noch attraktiver, bei der Energiewende mitzumachen.“

Energieeinsparpotenziale weiterhin groß

Den Kern der Energie-Agenda 2015 bilden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. „Wir fangen nicht bei Null an. Aber alle Studien zeigen uns: Die zusätzlichen Einsparpotenziale sind weiterhin groß“, so Al-Wazir. „Diese Potenziale gehen wir jetzt entschlossen an.“ Neben der kostenlosen Energieberatung für Unternehmen enthält die Energie-Agenda 2015 auch ein konkretes Angebot an hessische Kommunen. Das Land fördert die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Städten und Gemeinden auf hocheffiziente LED-Technologie. „Unser Ziel ist die Umrüstung von 50.000 konventionellen Straßenbeleuchtungen auf LED-Technik. Damit kann der Stromverbrauch mehr als halbiert werden“, sagte Al-Wazir. „Die Umrüstung rechnet sich binnen kürzester Zeit.“

Energieeffizienz-Impulse im Überblick:

1. Wir helfen Kommunen, Energie und Kosten zu sparen.

2. Wir helfen Mietern, ihre Nebenkosten zu senken.

3. Wir starten eine Beratungsoffensive für den Mittelstand.

4. Wir unterstützen Unternehmen, die sich zusammenschließen.

„Die Akzeptanz des Netzausbaus ist uns wichtig“

Um die Akzeptanz des Stromnetzausbaus weiter zu steigern, wird die Landesregierung ein Pilotprojekt zu Erforschung neuartiger Erdverkabelungsmethoden fördern. Das neue Verfahren mit gasisolierten Gleichstromleitungen verspricht einen kompakteren Bau als bisherige Erdkabel und zugleich geringere Umweltauswirkungen. „Ohne neue Netze wird die Energiewende nicht funktionieren“, so Al-Wazir. „Die Erfahrung rund um die SuedLink-Diskussion zeigt aber: Wenn Kabel unterirdisch verlegt werden, sind die Widerstände vor Ort geringer. Das Klagerisiko könnte abnehmen.“ Letztlich könnte sich dadurch auch die Umsetzung beschleunigen, so der Minister.

Impulse für den Netzausbau im Überblick:

5. Alte Stromnetze kommen an ihre Grenzen. Wir zeigen neue Wege auf.

6. Unter die Erde: Wir erforschen neue Methoden.

7. Wir fördern Innovative Ideen.

Grünstrom auf dem eigenen Dach

Um den Ausbau der Photovoltaik auch auf Mehrfamilienhäusern zu beschleunigen, werden im Rahmen der Energieagenda 2015 Pilotprojekte für eine hauseigene Stromversorgung bei Mietwohnungsimmobilien gefördert. Der erzeugte Strom wird dabei vor Ort und von den Mietern direkt genutzt. „Für die Wohnbaugesellschaften, Stadtwerke oder Energiegenossenschaften ergeben sich neue Geschäftsfelder. Zugleich profitieren die Mieter von günstigen Tarifen“, so Al-Wazir. Die Förderung beträgt bis zum Jahr 2018 rund 1,5 Millionen Euro. In einem Pilotprojekt sollen damit 1000 Wohneinheiten umgestellt werden.

Impulse für den Ausbau Erneuerbarer Energien und innovativer Energietechnologien im Überblick:

8. Wir fördern Grünstrom auf dem eigenen Dach.

9. Wir fördern das Kraftwerk in den eigenen vier Wänden.

10. Wir informieren sachlich über Windenergie. Und beraten pragmatisch.

11. Wir helfen hessischen Unternehmen, Bundesmittel zu erhalten.

12. Preisverdächtig. Wir zeichnen aus.

Al-Wazir: „Das Spektrum der Energie-Agenda 2015 macht deutlich: Die Energiewende ist weit mehr als der notwendige Ausbau der Windenergie.“ Es gehe vor allem um Einsparungen und Effizienzgewinne. „Energie, die nicht verbraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden. Die vorgelegte Agenda gibt dazu wichtige Impulse.“ 

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Marco Kreuter
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