Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Wirbelschleppen

Ausweitung der Wirbelschleppen-Vorsorgegebiete

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Flugzeug bei der Landung
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Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat angekündigt, die ausgewiesenen Wirbelschleppen-Vorsorgegebiete im Umfeld des Frankfurter Flughafens ausweiten zu wollen. „Der erneute Vorfall in Raunheim am gestrigen Sonntag zeigt aus meiner Sicht eindeutig, dass hier Handlungsbedarf besteht“, sagte Al-Wazir am Montag in Wiesbaden. „Auch wenn uns Gutachter in der Vergangenheit immer wieder versichert haben, dass die bisherigen Vorsorgegebiete ausreichend sind, belegen die aktuellen Vorfälle offenkundig, dass es auch außerhalb der bisherigen Vorsorgegebiete zu entsprechenden Schäden kommen kann. Deshalb werden wir jetzt handeln.“

Die für die Erweiterung notwendige Planergänzung wird nach Angaben Al-Wazirs derzeit vorbereitet. Ziel sei es, der Fraport AG aufzugeben, auf Verlangen der Eigentümer Dächer in der Ortslage Flörsheim (d. h. im Kernort Flörsheim selbst) und in Raunheim zu sichern. Damit würden die existierenden Vorsorgegebiete auf die gesamten Ortschaften ausgedehnt. „Niemand muss das Angebot annehmen. Aber jeder, der möchte, soll Anspruch darauf haben, das eigene Hausdach kostenlos durch die Fraport sichern zu lassen“, so der Minister. Durch dieses Vorhaben würde sich nach Angaben des Verkehrsministers die Zahl der anspruchsberechtigten Hauseigentümer deutlich ausweiten.

„Vor Erlass einer Planergänzung werden wir die Fraport AG natürlich anhören. Ein entsprechendes Schreiben wird der Fraport noch heute zugehen“, erläuterte der Minister das weitere Vorgehen.

Al-Wazir wies darauf hin, dass unabhängig davon, ob das  Angebot von Sicherungsmaßnahmen an den Dächern von den Eigentümern angenommen wird oder nicht, es selbstverständlich bei der Verpflichtung der Fraport AG aus dem Planfeststellungsbeschluss bleibe, Schäden an Hausdächern, bei denen Wirbelschleppen als Ursache nicht ausgeschlossen werden können, zu beseitigen, beispielsweise durch den Ersatz der beschädigten Ziegel und die Wiedereindeckung der Schadstellen.

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