Al-Wazir eröffnet Tech Quartier

Thema: 
Wirtschaft & Finanzplatz Frankfurt
17.11.2016Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Frankfurt auf dem Weg zum führenden Standort der Finanztechnologie

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Al-Wazir eröffnet Tech Quartier
© HMWEVL

Frankfurt entwickelt sich zu einem internationalen Zentrum der Finanztechnologie: Die Bundesregierung hat Frankfurt als einen von deutschlandweit fünf Knotenpunkten der Digitalisierung („Digital Hubs“) benannt, wie Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir heute bei der Eröffnung des Tech Quartier bekannt gab. Das Tech Quartier soll als Zentrum für Finanztechnologie-Unternehmen (FinTechs) und Treffpunkt für Investoren und Anbieter ein Motor dieser Entwicklung werden. „Der führende Finanzplatz des Kontinents muss auch in der hochinnovativen FinTech-Branche die Führungsposition übernehmen“, sagte Al-Wazir.

International: FinTech am Finanzplatz gebündelt

Das Tech Quartier sei mehr als ein bloßes Gründerzentrum, das attraktive Büro- und Arbeitsflächen für Gründer sowie Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und zum Kontakt mit Beratern und Investoren bereitstelle, sagte der Minister: „Darüber hinaus schafft es eine Plattform, um die Vielzahl von FinTech-Aktivitäten am Finanzplatz zu bündeln, zu ergänzen und international zu vernetzen.“ Der Geschäftsführer des Tech Quartiers, Dr. Sebastian Schäfer, ergänzte: „Wir bieten nun erstmals auch in Frankfurt ausländischen FinTechs und Start-ups eine attraktive Anlaufstelle, um das Deutschlandgeschäft zu starten und den europäischen Markteintritt vorzubereiten.“

Rhein-Main ist Hotspot für IT und Finanzen

Gegenwärtig nimmt das Tech Quartier eine Etage im Hochhaus „Pollux“ in der Nähe der Messe ein und bietet 120 Arbeitsplätze. Wegen der großen Nachfrage wird bereits die erste Erweiterung geplant. Entstanden ist es auf Initiative des hessischen Wirtschaftsministeriums sowie des von Frankfurt Main Finance e.V initiierten FinTech Dialogforums. Gründungsgesellschafter sind die Goethe-Universität und die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, der Beitritt der Stadt Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt steht kurz bevor.

Studien erwarten, dass digitale Technologien die Bankenbranche in den kommenden Jahren erheblich verändern werden und Start-ups die Geschäftsmodelle bestehender Unternehmen ergänzen und mitunter in Frage stellen. „Die Region Rhein-Main ist sowohl ein Finanzzentrum als auch ein Hot Spot der IT-Branche“, sagte Al-Wazir. „In einer Zeit, wo digitale Technologien ganz neue Geschäftsmodelle eröffnen, bietet diese Kombination enorme Potenziale. Und diese Potenziale mobilisieren wir jetzt. Die Goethe-Universität bringt ihre herausragende Finanzkompetenz ein. Die TU Darmstadt ist mit ihrem internationalen Renommee auf dem Gebiet der IT und ihren besonderen Stärken in der Cyber-Sicherheit ein idealer Partner für die FinTech-Aktivitäten der Region.“

Wissenschaft und gute Zusammenarbeit mit Wettbewerb

Bereits vor der offiziellen Eröffnung haben mehrere große Banken und Beratungsinstitute eine finanzielle Unterstützung des Tech Quartiers vereinbart. Dazu zählen die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Deutsche Börse, die DZ Bank, die Helaba und die ING-DiBa als Platinsponsoren sowie die Sparda-Bank Hessen und die Beratungsunternehmen Allen & Overy, Ernst & Young, KPMG und PWC als Goldpartner.

„Die Einbindung der Wissenschaft und die enge Zusammenarbeit vermeintlicher Konkurrenten sind zwei zentrale Merkmale, die das Tech Quartier einzigartig im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen an anderen Finanzstandorten machen“, sagte Al-Wazir. „Wir erwarten uns durch diese enge Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft auch wichtige Impulse für die Stärkung und internationale Sichtbarkeit des gesamten Gründerökosystems in der Region“, ergänzte Dr. Schäfer.

Bundesregierung wertet Frankfurt als Digital Hub

Als große Unterstützung wertete Al-Wazir die Benennung Frankfurts als einen der fünf deutschen Digital Hubs. Der Branchenschwerpunkt des Digital Hubs Frankfurt liegt im Bereich Finanzdienstleistungen und FinTech. Mit ihrer heute vorgestellten Digital Hub-Initiative will die Bundesregierung Deutschland auf diesem Gebiet profilieren und international Gründer, Investoren und Fachleute anziehen. Weitere Hubs sind München, Dortmund, Berlin und Hamburg.

Bereits heute Morgen hatte Minister Al-Wazir bei der Eröffnung der Euro Finance Tech in Frankfurt auf die Bedeutung der FinTechs hingewiesen: „Kein Finanzdienstleister kann es sich heute noch leisten, bestehende Geschäftsmodelle nicht zu überdenken und an sich verändernde Bedürfnisse anzupassen. Als Landesregierung sind wir bestrebt, unsere Rahmenbedingungen für Finanztechnologie so zu verbessern, dass digitale Innovationen ermöglicht und gefördert werden“, so Minister Al-Wazir.

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