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3D-Vis macht geplante Projekte anschaulich – Präsentation im Fraunhofer IGD

Transparenz und umfassende Information sind nach Auffassung von Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir unerlässlich bei der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen. „In den nächsten fünf Jahren wollen wir die Windenergieleistung in Hessen verdreifachen. Es gibt weiterhin eine hohe grundsätzliche Zustimmung zur Energiewende. Auch die meisten Windparkprojekte vor Ort genießen die mehrheitliche Zustimmung der Bevölkerung. Mancherorts stoßen Planungen für neue Anlagen jedoch auf lokalen Widerstand, oft liegt das an übertriebenen Befürchtungen, was die Wirkung der Windräder auf ihre Umgebung anbelangt. Die Akzeptanz vor Ort ist einer der entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Energiewende - und Akzeptanz entsteht aus Information“, sagte Al-Wazir am Mittwoch im Fraunhofer IGD in Darmstadt. Das dort präsentierte Visualisierungssystem 3D-Vis könne ein wichtiges Hilfsmittel dabei sein.

3D-Vis verknüpft unterschiedliche Geo- und Projektdaten zu einem räumlichen und interaktiven Modell des Vorhabens - etwa eines Windrads oder einer Stromleitung - in seiner Umgebung. So lassen sich die Auswirkungen auf das Landschaftsbild, der Schattenwurf und andere Aspekte am Bildschirm unter verschiedenen Blickwinkeln und wechselnden Lichtverhältnissen simulieren und anschaulich darstellen.

„Entscheidungsprozesse müssen für jeden transparent und nachvollziehbar sein“, sagte Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer IGD. „Mit 3D-Vis wollen wir den Betroffenen die Möglichkeit eröffnen, sich selbst aktiv in die infrastrukturelle Entwicklung ihrer Region einzubringen.“

„Die Bürgerinnen und Bürger fürchten meist die optische Wirkung von Windkraftanlagen und Leitungstrassen“, erläuterte der Minister. „Daher ist es sehr hilfreich, wenn man solche Auswirkungen bei Bürgerinformationsveranstaltungen realistisch illustrieren kann. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Diskussion.“

Das Fraunhofer IGD

Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. „Vereinfacht ausgedrückt, machen unsere Forscher aus Informationen Bilder und holen aus Bildern Informationen“, erklärt Professor Dieter W. Fellner, Institutsleiter des Fraunhofer IGD. „3D-Vis ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.“

Das Land Hessen hat 3D-Vis mit 320.000 Euro gefördert.

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