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Zuschuss von 2,2 Mio. Euro für Brücke für Fußgänger und Radfahrer

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Bescheidübergabe für die Fußgänger- und Radfahrbrücke Rheinstraße
Baudezernentin Barbara Boczek, Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Oberbürgermeister Jochen Partsch
© HMWEVL

Die Stadt Darmstadt plant westlich des Mozart-Turmes eine Überführung für Fußgänger und Radfahrer über die Rheinstraße. Das Land unterstützt sie bei dem Vorhaben mit über 2,2 Mio. Euro. Den entsprechenden Bescheid übergab Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwochabend in Darmstadt an Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Sicher queren statt lange warten

„Über die Rheinstraße als Hauptverkehrsachse in Darmstadt fahren täglich rund 60.000 Autos – eine Querung ist für Fußgänger wegen der hohen Verkehrsbelastung bisher häufig mit langen Wartezeiten an Ampeln verbunden. Ich freue mich, dass die neue behindertengerechte Brücke künftig allen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, eine sichere und komfortable Möglichkeit bietet, diese Straße zu überqueren“, sagte Minister Al-Wazir. „Durch die geplante Neubebauung des TZ Rhein-Main und des ehemaligen Boschgeländes gewinnt die Brücke zusätzlich an Bedeutung. Denn sie verknüpft diesen Bereich mit rund 10.000 Arbeitsplätzen mit der Straßenbahnhaltestelle Mozartturm und dem westlichen Eingang des Hauptbahnhofs. Damit stellt sie auch eine wichtige Verbindung für zahlreiche Pendler her.“

Arbeitsweg für zahlreiche Beschäftigte

Oberbürgermeister Jochen Partsch hob die Bedeutung der Infrastrukturmaßnahme für die Wissenschaftsstadt Darmstadt hervor und dankte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir für die Unterstützung: „Wir sind erfreut, dass das Land dieses wichtige Verkehrsbauwerk mit Fördermitteln in Höhe von über 2,2 Mio. unterstützt. Mit der Fuß- und Radwegebrücke wird der Arbeitsweg für sehr viele der bald über 10.000 Beschäftigten im TZ Rhein-Main und den neugenutzten Kelley Baracks schneller und bequemer. Schon jetzt queren in den Spitzenstunden rund 500 Menschen die Rheinstraße zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Allein mit der neuen Fuß- und Radwegebrücke kann ihre Sicherheit bei der Querung der Rheinstraße, die nach dem Bau der Rheinstraßenbrücke noch 20 Meter breiter ist, gewährleistet werden. Auch mehrere Unternehmen haben sich mit der Bitte um den Bau der Brücke an die Stadt gewandt und beteiligen sich sogar an den Kosten. Die neue Fuß- und Radwegebrücke wird ein elegantes Bauwerk, das einen eigenständigen, qualitätsvollen Stadteingang generiert.“

Details zur Brückenkonstruktion

Die Brücke bietet Fußgängern einen verkürzten Weg über Treppen; für Rad- und Rollstuhlfahrer sind zwei asymmetrisch geschwungene Rampen mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,2 Prozent vorgesehen. Zur Beleuchtung sind im Handlauf Lampen integriert. Die Spannweite der Brückenkonstruktion über die Rheinstraße beträgt 27 Meter.

Als zusätzliche Alternative – etwa für schwächere mobilitätseingeschränkte Menschen – bleiben die ebenerdigen Fußgängerwege an der Kreuzung Rheinstraße/Zweifalltorweg /Am Kavalleriesand erhalten. Sie werden mit Bordsteinabsenkungen und taktilen Leitelementen im Boden für Geh- und Sehbehinderte barrierefrei umgestaltet.

Bauarbeiten starten im April

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach aktuellen Berechnungen auf 4,3 Mio. Euro, daran beteiligt sich auch die Immobiliengesellschaft Corpus Sireo mit 223.000 Euro. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im April und sollen im August 2019 abgeschlossen sein. Während dieser Zeit kann es zu kurzfristigen Sperrungen der Rheinstraße in der Nacht kommen.

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