Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Sommertour 2018

Wilde Möhre an Wiesensalbei

Al-Wazir besucht Projekt "Artenreiche Blühflächen an Hessens Straßen".

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"Artenreiche Blühflächen an Hessens Straßen"
© S. H. exclusiv / Fotolia.com

Bei einem Ortstermin am Straßenrand der L 3057 bei Friedrichsdorf machte sich Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch ein Bild vom Stand des Pilotprojekts "Artenreiche Blühflächen an Hessens Straßen". Über einen Zeitraum von drei Jahren wird an sieben Standorten erprobt, unter welchen Bedingungen sich am Straßenrand die biologische Artenvielfalt erhöhen lässt.

Ein hohes ökologisches Potenzial der Artenvielfalt

An der L 3057 sind Wilde Möhre, Wiesensalbei und Echtes Labkraut bereits zu erkennen. Von diesen Pflanzen profitieren – neben vielen anderen Arten – vor allem die Bienen. „In Hessen macht das sogenannte Straßenbegleitgrün 0,5 Prozent der Landesfläche aus“, erklärte Al-Wazir. „Diese Flächen haben ein hohes ökologisches Potenzial der Artenvielfalt: Durch eine optimierte Anlage und Pflege können hier artenreiche Nahrungs- und Fortpflanzungshabitate für viele Insekten entstehen.“ 

In Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie Friedberg sowie dem Büro für Landschaftsanalyse Wetzlar hat Hessen Mobil sechs Flächen mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit ausgewählt. Gut abgetrennte Abschnitte werden unterschiedlich bearbeitet: Auf einem wird artenreiches Saatgut gesät, ein anderer wird mit unterschiedlichen Stauden bepflanzt. Ein dritter Abschnitt dient als Vergleichsfläche und wird nicht bearbeitet.

Eine Aussage zur Wirksamkeit machen

Über einen Zeitraum von drei Jahren werden die Flächen gepflegt und die Entwicklung beobachtet. „Ziel des Projekts ist, eine Aussage zur Wirksamkeit einer artenreichen Aussaat bzw. Bepflanzung unter Beibehaltung des derzeitigen Pflegeaufwands machen zu können", erläuterte Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil. 

„Ich sehe diese Maßnahmen nicht als Ersatz für großflächige Ökosysteme, sondern als Ergänzung und Unterstützung. Und neben der wichtigen Steigerung der Biodiversität sehen blühende Flächen am Straßenrand auch einfach schöner aus", so der Minister.

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