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Verkehrsmanagement

Weniger Belastung und bessere Luft für die Region Frankfurt Rhein-Main

Thema: 
Schiene, ÖPNV, Nahmobilität
05.11.2020Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Der Bund hat 8,9 Millionen Euro aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ zur Verfügung gestellt.

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Frankfurt
© M. Schönfeld / Fotolia.com

Ein übergreifendes Management wird den Verkehr in der Region Frankfurt RheinMain in den kommenden Jahren flüssiger und umweltschonender machen. Wie Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises, am Donnerstag mitteilten, stellt der Bund dafür 8,9 Mio. Euro aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ zur Verfügung. Umsetzen wird das Projekt die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain).

Verkehr übergeordnet steuern

„Im dichtbesiedelten Rhein-Main-Gebiet mit seinem hoch ausgelasteten Straßennetz haben punktuelle Ereignisse wie ein liegengebliebenes Fahrzeug in einer Ortsdurchfahrt sehr schnell weitreichende Folgen“, sagte Minister Al-Wazir. „Lokale Maßnahmen und Strategien, die nicht aufeinander abgestimmt werden, verlagern die Belastungen nur. Deswegen brauchen wir eine übergeordnete Steuerung unseres Verkehrs, die in Korridoren denkt und übergreifende Strategien entwickelt. Eine effiziente Verkehrssteuerung trägt auch dazu bei, die Schadstoffbelastung zu senken.“

Stickoxid-Werte vermindern

Das Projekt knüpft an die Bemühungen der Städte Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Wiesbaden und Mainz an, die derzeit umweltsensitive Verkehrsmanagementsysteme aufbauen, um ihre Stickoxid-Werte zu vermindern. Dazu zählen Maßnahmen wie belastungsabhängige Ampelsteuerungen, grüne Wellen für Busse und Navigationssysteme, die Autofahrerinnen und -fahrer je nach Verkehrslage auf günstige alternative Bus- und Bahnverbindungen hinweisen und sie dann auch zum nächsten P+R-Platz lotsen.

„Dank der Fördermittel profitieren nun auch die Landkreise wie der Hochtaunuskreis konkret von dem Vorhaben“, sagte Landrat und ivm-Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Krebs. „Bisher hatten wir nur wenig Möglichkeit, auf geänderte Verkehrssituationen in unseren Städten zu reagieren, wenn z. B. aufgrund von Störungen und Staus auf der A66, A5 oder A661 die Verkehrsbelastung unserer Ortsdurchfahrten zunahm. Die ivm vereint zudem als regionale Gesellschaft bereits nahezu alle relevanten Aufgabenträger für dieses Vorhaben. Damit sind wir bestens aufgestellt, ein solches Vorhaben regionsweit anzugehen.“

Bund, Land und Kommunen arbeiten zusammen

Im Projekt werden zunächst die zentralen Strategien des Informationsaustausches und der Verkehrssteuerung erarbeitet und abgestimmt. In einer Strategievereinbarung legen die Beteiligten fest, in welchen Situationen der Verkehr wie gelenkt wird und welche Maßnahmen hierzu ergriffen werden. „Aufgabenträger behalten dabei in jedem Fall ihre Entscheidungshoheit. Dies ist zentrale Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte ivm-Projektleiter Rüdiger Bernhard.

Anschließend werden die technischen Voraussetzungen geschaffen. Dabei werden die Verkehrszentralen des Landes, des Bundes und der Kommunen einbezogen. „Die Potenziale eines umfassenden Verkehrsmanagements werden derzeit nicht voll ausgeschöpft“, erläuterte ivm-Geschäftsführerin Heike Mühlhans. „Verkehrsteilnehmer, die aus der angrenzenden Region in die Innenstadtbereiche pendeln oder diese durchfahren, werden von den aktuellen begrenzten Lenkungsstrategien nicht erreicht. Auch die technischen Voraussetzungen für eine überregionale Steuerung fehlen noch.“

HessenMobil unterstützt als Partner

„Hessen Mobil wird das Vorhaben selbstverständlich als Partner unterstützen, und wir werden unsere Erfahrungen aus nationalen und europäischen Aktivitäten in das Projekt mit einfließen lassen“ sagte Prof. Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil. „Insbesondere bei der Abstimmung und Umsetzung von Strategien zur Verkehrslenkung und -steuerung sehe ich uns als Straßenbaulastträger gefordert.“

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