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Flughafen Frankfurt

September-Bilanz: Erneut weniger Verspätungslandungen

Verkehrsminister Al-Wazir: „Der Trend stimmt, aber wir sind noch nicht zufrieden“

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Bild eines Flugzeugs am Himmel
© HMWEVL

Die Zahl verspäteter Starts und Landungen zwischen 23.00 und 24.00 Uhr am Frankfurter Flughafen ist im September weiter gesunken: Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag mitteilte, wurden 89 Landungen und 52 Starts zwischen 23.00 und 24.00 Uhr registriert – deutlich weniger als im August (124 Landungen, 53 Starts), im Juli (161 Landungen, 83 Starts) und Juni (203 Landungen, 138 Starts). Damit war der September der vierte Monat in Folge mit einer sinkenden Zahl an Flugbewegungen zwischen 23.00 und 24.00 Uhr. Zugleich lag die Anzahl der verspäteten Landungen nach 23 Uhr damit erstmals wieder unterhalb des Vorjahres (September 2017: 105 Landungen). „Der Trend stimmt, es geht weiter in die richtige Richtung, aber wir sind noch nicht zufrieden“, sagte Al-Wazir. „Wir werden nicht lockerlassen, bis ein akzeptables Niveau erreicht ist. Unser 7-Punkte-Plan für mehr Nachtruhe am Frankfurter Flughafen zeigt auf, wie das erreicht werden kann. Beim Luftverkehrsgipfel am 5. Oktober erwarten wir auch vom Bundesverkehrsminister und der Luftverkehrsindustrie, dass sie sich zu mehr Pünktlichkeit und Lärmschutz - insbesondere in der Nacht - bekennen.“

Am Flughafen Frankfurt gilt zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr ein sechsstündiges Verbot geplanter Flugbewegungen. Verspätete Maschinen dürfen jedoch noch bis 24.00 Uhr landen, sofern die Verspätung sich nicht aus der Flugplangestaltung ergibt. Starts sind bis 24.00 Uhr zulässig, wenn der Grund der Verspätung außerhalb des Einflussbereichs der Airline liegt; anders als Landungen bedürfen sie jeweils einer Einzelgenehmigung.

Maßnahmen des Wirtschaftsministeriums zeigen Erfolg

Wegen einer deutlichen Zunahme der Verspätungslandungen im ersten Halbjahr 2018 hat das Hessische Wirtschaftsministerium in den vergangenen Monaten verschiedene Maßnahmen eingeleitet: „Wir bauen einen hohen Kontrolldruck auf, befragen Piloten bestimmter Flugverbindungen direkt nach der Landung und prüfen die vorgebrachten Gründe genau nach“, erläuterte Al-Wazir. „Schöpfen wir Verdacht, dass sich die Verspätung aus der Flugplangestaltung ergibt, führen wir mit der jeweiligen Fluggesellschaft Gespräche. So haben wir inzwischen erreicht, dass mehrere häufig verspätete Flüge vorverlegt wurden. Verringert sich die Verspätungsquote der jeweiligen Verbindung nicht erkennbar, wird vom zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.“ 

Spitzenreiter bei den Verspätungslandungen nach 23.00 Uhr war im September erneut Ryanair (20), gefolgt von Lufthansa (15), Laudamotion (13), Condor (12) und TUIfly (11).

Häufungen bei einzelnen Flügen erregen natürlich Verdacht“, sagte Al-Wazir. „Aber nicht jede Verspätungslandung nach 23.00 Uhr ist ein Verstoß gegen das Nachtflugverbot. Zum Teil hat es auch mit der Überlastung des deutschen und europäischen Luftraums zu tun. Deshalb müssen wir an mehreren Stellen ansetzen, um die Verspätungslandungen im Interesse der Flughafenanwohner weiter einzudämmen.“ Al-Wazir erneuerte seine Aufforderung an den Flughafenbetreiber Fraport, die nächtlichen Lärmentgelte noch stärker zu erhöhen: „Unpünktlichkeit darf sich nicht lohnen, erst recht nicht, wenn sie die Nachtruhe stört.“

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