Schülerfilme sensibilisieren für Konfliktlösung | Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

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Schülerfilme sensibilisieren für Konfliktlösung

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Berufsschüler
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Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat Berufschülerinnen und -schüler in Offenbach für ihren Beitrag zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen gelobt. „Viel hängt davon ab, dass Jugendliche bei Problemen rechtzeitig Hilfe suchen, bevor die Sache eskaliert“, sagte der Minister am Mittwoch in der August-Bebel-Schule bei der Uraufführung von sechs Videoclips, die typische Konflikte im Laufe einer Berufsausbildung behandeln. Erdacht und produziert wurde die Serie von Mitgliedern der Schülerunternehmung soccc (School of Cool Creativity) der August-Bebel-Schule.

Noch immer wird in Hessen jede vierte duale Ausbildung (24,6 Prozent) vorzeitig beendet. Dagegen wendet sich das Landesprogramm QuABB (Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule), das mit intensiver Beratung und Begleitung Auszubildende, Ausbilder und Berufsschulen bei der Erkennung und Lösung von Problemen unterstützt. „Je früher QuABB intervenieren kann, desto besser sind die Erfolgschancen“, sagte der Minister. „Deshalb ist es ungemein hilfreich, wenn Schülerinnen und Schüler Beiträge wie diese Videos produzieren und verbreiten, die für das Thema sensibilisieren und dazu ermutigen, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.“  

Um nah an der Realität zu sein, hat das soccc-Team Mitschülerinnen und Mitschülern zu ihren Erfahrungen interviewt, die QuABB-Beraterinnen an ihrer Schule befragt und Hintergründe recherchiert. Per Stimmen-Casting wurden möglichst echt klingende Sprecherinnen und Sprecher ermittelt: „Die Videos müssen authentisch werden, damit alle sich darin wiedererkennen“, erklärt Katharina Mährlen, die im Schülerteam für die Planung zuständig ist. Die Figuren und Situationen sind humorvoll überzeichnet, um dazu anzuregen, die eigene Rolle zu reflektieren und sich für andere Perspektiven zu öffnen.

Die Schülerunternehmung soccc ist Teil der zweijährigen höheren Berufsfachschule für Gestaltungs- und Medientechnik (GMTA) und hat für die Produktion der Videos einen regulären Auftrag erhalten. Dessen Abwicklung war für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler das Abschlussprojekt ihrer Ausbildung. Dazu zählten auch die Kalkulation des Angebots, die Präsentation und die Verhandlungen mit dem Kunden. „Wir haben unser Bestes gegeben und ich glaube, das hat sich gelohnt. Wir waren alle sehr motiviert, weil wir wussten, dass die Videos wirklich gebraucht werden“, sagt Adrian Somesan, einer der Teilnehmer.  

QuABB wird in allen 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten von lokalen Trägern umgesetzt. Begleitet werden die Fachleute vor Ort von der Koordinierungsstelle beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH) in Offenbach am Main. QuABB wird gefördert aus Mitteln der Hessischen Landesregierung und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds.

 

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