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Flughafen Frankfurt

Ryanair kündigt Vorverlegung von zwei Verbindungen an

Al-Wazir: „Wir halten den Druck hoch.“

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Flughafen Frankfurt am Main
© Ulrich Roth / Fotolia

Auf Druck des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums verlegt die Fluggesellschaft Ryanair zwei häufig verspätete Flüge auf eine frühere Ankunftszeit: „Ryanair hat uns mitgeteilt, dass die planmäßige Landung der Maschine aus London-Stansted vom 1. Juni an von 22.30 bzw.22.35 Uhr auf 22.10 Uhr vorgezogen wird, die aus Catania vom 7. Juni an von 22.30 Uhr auf 21.15 Uhr“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag im Hessischen Landtag. Die Zeiten beziehen sich auf die Ankunft am Terminal; der tatsächliche Aufsetzzeitpunkt liegt etwa zehn Minuten früher.

Für die Einhaltung der Nachtflugbeschränkungen sorgen

„Das sind erste Ergebnisse eines erneuten sehr ernsthaften Gesprächs, das wir mit Ryanair geführt haben“, sagte der Minister. „Wir hoffen, dass sich die Situation damit bessert, allerdings gilt auch hier: Flugpläne sind auch einzuhalten, und wir werden sehr genau beobachten, ob die 23-Uhr-Grenze in Zukunft bei diesen beiden Verbindungen regelmäßig eingehalten wird. Wir werden den Druck weiterhin hoch halten und für die Einhaltung der Nachtflugbeschränkungen nicht nur zwischen 0.00 und 5.00 Uhr, sondern auch zwischen 23.00 und 24.00 Uhr sorgen.“

Am Flughafen Frankfurt gilt zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr ein sechsstündiges Verbot geplanter Flugbewegungen. Verspätete Maschinen dürfen jedoch noch bis 24.00 Uhr landen, sofern die Verspätung sich nicht aus der Flugplangestaltung ergibt.

Ordnungswidrigkeitsverfahren angestrengt

Ryanair hat einen hohen Anteil an diesen Verspätungslandungen. Besonders betroffen sind abendliche Flüge aus Barcelona und London-Stansted. Das Hessische Wirtschaftsministerium hat deshalb beim Regierungspräsidium Darmstadt Ordnungswidrigkeitsverfahren angestrengt: „Wir werden weiterhin jede Ryanair-Maschine aus Barcelona und Stansted anzeigen, die nach 23.00 Uhr in Frankfurt landet. Nur so können wir juristisch feststellen lassen, ob sich die Verspätungen aus den Flugplänen ergeben und damit ein Verstoß gegen die Nachtflugbestimmungen vorliegt“, erläuterte Al-Wazir. „Erst mit dieser Klärung sind weitere Schritte wie die Einziehung des mit dem Verstoß erlangten wirtschaftlichen Vorteils möglich.“ 

Al-Wazir dankte den Mitarbeitern der hessischen Luftaufsicht, die nach jeder Verspätungslandung von Ryanair die betreffenden Piloten befragen und deren Angaben anschließend genauestens überprüfen. „Wir machen unmissverständlich deutlich, dass wir es ernst meinen“, sagte der Minister: „Die Nachtflugbestimmungen am Frankfurter Flughafen sind keine freundliche Empfehlung, sondern geltendes Recht, das durchgesetzt wird.“

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