Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
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Nahmobilität in Hessen

Minister Al-Wazir eröffnet Hessischen Nahmobilitätskongress

Thema: 
Schiene, ÖPNV, Nahmobilität
03.05.2018Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

„Ich möchte Hessens Kommunen ermutigen, sich ehrgeizige Ziele zu stecken“, so Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

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Ein Mann im Anzug schiebt sein Rennrad
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Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir wirbt für eine stärkere Ausrichtung der Verkehrsplanung auf Radfahrer und Fußgänger: „Jede Reise beginnt mit dem buchstäblichen ersten Schritt. Im klimafreundlichen Verkehrssystem der Zukunft muss deshalb Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad immer mitgedacht werden“, sagte der Minister am Donnerstag in Frankfurt bei der Eröffnung des 3. Hessischen Nahmobilitätskongresses. „Mit Handlungshilfen und finanzieller Förderung unterstützen wir die Kommunen bei dieser Aufgabe. Denn wir haben den Anspruch, dass Hessen Vorreiter der Verkehrswende ist.“ 

Um die überörtlichen Radverbindungen zu stärken, wird das Land das gesamte Radnetz auf geeignete Korridore für Radschnellverbindungen überprüfen lassen. „Allzu lang ist das Fahrrad von der Verkehrspolitik des Landes als reines Freizeitvergnügen betrachtet worden. Dabei nutzen immer mehr Menschen es im Alltag, etwa für den Weg zur Arbeit“, sagte der Minister.

Gründung der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen

Das Land unterstützt die Kommunen bei dieser Aufgabe auf vielfältige Weise. Al-Wazir verwies insbesondere auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) als Forum zum Austausch und zur Wissensvermittlung. Ihr gehören Kommunen, Interessensverbände, Hochschulen, Verkehrsverbünde, Planungsbüros und Kammern an. Derzeit hat sie 225 Mitglieder. Wichtigste Veranstaltung ist der Hessische Nahmobilitätskongress, zu dem am Donnerstag rund 300 kommunale Verkehrsplaner, Wissenschaftler und Vertreter der Politik zusammenkamen. 

Gastredner war der Schweizer Verkehrsfachmann Dr. Hans-Peter Wessels. Der Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements des Kantons Basel-Stadt stellte den Teilnehmern vor, wie Rad- und Fußverkehr im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich erfolgreich mit dem Bus- und Bahnverkehr verknüpft werden: „Wir bauen mit unseren Partnern in Frankreich und Deutschland grenzüberschreitend die Infrastruktur aus und werben gemeinsam für die attraktiven Angebote“, sagte Wessels.

Von guten Ansätzen lernen

„An vielen Orten der Welt gibt es gute Ansätze. Davon wollen wir lernen“, sagte Al-Wazir. „Vor zwei Jahren war zum Beispiel die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei uns zu Gast, um das vorbildliche Konzept der österreichischen Hauptstadt vorzustellen.“ Wien verfolgt das Ziel, dass die Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 2025 80 Prozent ihrer Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß zurücklegen sollen. 

„Ich möchte Hessens Kommunen ermutigen, sich ehrgeizige Ziele zu stecken“, sagte Al-Wazir. „Wir geben ihnen die notwendige Unterstützung.“ Als praxisgerechtes Planungsinstrument stellt das Land den Nahmobilitäts-Check zur Verfügung, für daraus abgeleitete Maßnahmen stehen pro Jahr 5,5 Mio. Euro Fördermittel bereit – zusätzlich zu den 8 Mio. Euro, die speziell für kommunale Fahrrad- und Fußwegeinfrastruktur reserviert sind. Eine Planungshilfe ist auch die Übernahme der Teilnahmegebühren an der am Donnerstag begonnenen Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnisses; bei ihr werden Daten für die Radwegeplanung generiert. 

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