Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Wirtschaftsstandort

Mehr Auslandsinvestitionen in Hessen

193 neue Projekte – USA vor England

p023612000102-50569.jpg

Europäische Flaggen
© European Union, 2013

Im internationalen Standortwettbewerb kann sich Hessen weiterhin behaupten: Im vergangenen Jahr kamen 193 ausländische Firmen neu nach Hessen oder erweiterten hier bestehende Investitionen – das waren 20 mehr als im Jahr 2017.

Besonders stark legten die Investitionen aus Großbritannien zu, wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Montag mitteilte. „Hessen profitiert von der Lage im Herzen Europas, seiner Verkehrsinfrastruktur, seinen Fachkräften, seinen hervorragenden Hochschulen, seiner Internationalität und seiner Lebensqualität“, sagte der Minister.

Spitzenreiter USA

Die Zahlen hat die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) in Kooperation mit den regionalen und lokalen Wirtschaftsförderungen ermittelt. Spitzenreiter mit 54 Ansiedlungen blieb 2018 die USA. Großbritannien (29; zuvor 12) verdrängte die Volksrepublik China (22) auf den dritten Platz, gefolgt von Japan (14), Indien und Frankreich (je 11). Die meisten Investitionen entfielen auf Informations- und Kommunikationstechnologie (40) und Finanzdienstleistungen (39). Wichtigste Zielregion war der Raum Frankfurt.

Neuansiedlungen und Erweiterungen seit 2012

„Neben den bestehenden 29 Neuansiedlungen oder Erweiterungen aus dem Vereinigten Königreich haben elf weitere internationale Investoren den geplanten Brexit als Grund angegeben“, informierte Al-Wazir. „Die Hessische Landesregierung bedauert den Brexit als großes Unglück für Europa. Aber sie hat auch unverzüglich reagiert und bei ausländischen Unternehmen für Hessen als neuen Brückenkopf in der EU geworben.“

HTAI-Geschäftsführer Dr. Rainer Waldschmidt wies darauf hin, dass die Neuansiedlungen und Erweiterungen seit 2012 – dem Gründungsjahr der HTAI - kontinuierlich zunehmen. „Das ist ein Beleg für die Attraktivität Hessens, aber auch ein Erfolg der Arbeit des Netzwerks der hessischen Wirtschaftsförderung.“  In den vergangenen sieben Jahren haben die Wirtschaftsförderungen in Hessen insgesamt 948 ausländische Investitionsprojekte begleitet.

Beispiele für Ansiedlungen 2018: 

Chery Europe Settles in Raunheim: Chery Automobile Co. Ltd. Ist einer der größten chinesischen Automobilhersteller. In Raunheim wird das Entwicklungs- und Designzentrum der Chery Europe GmbH angesiedelt. Das Unternehmen will eine Basis für den Markteintritt in Europa schaffen. Bis Ende 2019 will Chery Europe in Raunheim etwa 30 bis 50 Mitarbeiter beschäftigen. 

King’s College in Friedrichsdorf: Im August 2018 hat das private British King's College seine erste deutsche Schule in Friedrichsdorf eröffnet. Die Schule ist für etwa 500 Schüler konzipiert, Unterrichtssprache ist Englisch. 

Bank of Taiwan in Frankfurt: Die größte taiwanesische Bank hat im Frühjahr 2018 ihre Repräsentanz in Frankfurt eröffnet, um direkten Zugang zu ihren Kunden in der EU zu halten. Das neue Büro wurde mit Unterstützung des Landes Hessen sowie der FrankfurtRheinMain GmbH und der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH gegründet. 

Silicon Valley Bank in Frankfurt: In den USA gilt die SVB als Hausbank der Tech-Industrie. Sie verleiht Kredite an Start-ups und Investoren oder stellt innovativen mittelständischen Unternehmen Kapital zur Verfügung. Nach eigenen Angaben hat die 1983 gegründete SVB mehr als 30.000 Start-ups finanziert.


Entwicklung der Ansiedlungen seit 2012
Entwicklung der Ansiedlungen seit 2012

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Marco Kreuter
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
+49 611 815 20 20
+49 611 815 22 25
presse@wirtschaft.hessen.de
Schließen