Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Lorch und Geisenheim sind Tourismusorte

Al-Wazir: „Touristische Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten.“

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Lorch (Rheingau), Herbst 2011
© Branko Srot / Fotolia

Die Weinbaugemeinden Geisenheim und Lorch tragen seit Dienstag das Prädikat „Tourismusort“. Dies teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit. Damit sind sie berechtigt, von Tages- und Übernachtungsgästen einen Tourismusbeitrag zu erheben. Die Urkunden übergab der Geschäftsführer des Hessischen Fachausschusses für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel, Horst Wenzel, an die Bürgermeister Christian Aßmann (Geisenheim) und Jürgen Helbing (Lorch). 

Das Pädikat "Tourismusort"

Tourismusorte müssen mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner aufweisen. Ferner müssen sie sich durch ihre landschaftliche Lage oder durch bedeutende kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater, internationalen Veranstaltungen oder sonstigen bedeutenden Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, oder durch geeignete Angebote für Naherholung, von anderen Orten abheben.

Anträge werden vom Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel geprüft. Die Entscheidung liegt beim Hessischen Wirtschaftsministerium.  Die Anerkennung ist Voraussetzung für die Erhebung zweckgebundener Tourismusbeiträge, aus denen Investitionen in touristische Infrastruktur und Marketing finanziert werden.

Touristische Infrastruktur erhalten und ausbauen

Al-Wazir verwies auf die guten Erfahrungen anderer Bundesländer mit den Beiträgen: „Touristische Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten. Zufriedene Gäste kommen wieder, Unternehmen können mit intakter touristischer Infrastruktur und guten Freizeitangeboten werben, und auch für die Einwohner selbst ist ein attraktives Umfeld ein Gewinn. Tourismus hat für die Entwicklung ländlicher Regionen hohe Bedeutung. Er sichert Arbeitsplätze und Einkommen und trägt außerdem zur besseren Auslastung und damit zum Erhalt von Versorgungs-, Freizeit-, Gesundheits- und Kulturinfrastruktur bei.“ 

Zu Geisenheims Anziehungspunkten zählen Schloss Johannisberg, das als Geburtsstätte der Spätlese gilt, und das Kloster Marienthal, einer der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands. Das rheinabwärts gelegene Lorch beherbergt das Hilchenhaus, das aus dem 16. Jahrhundert stammt und der bedeutendste Renaissance-Bau im Mittelrheintal ist. 
 

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