Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Digitales Hessen

Highspeed-Internet für hessische Schulen

Thema: 
Technologie, Innovation, Digitales
09.04.2018Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Hessen bei Breitbandversorgung bundesweit unter den Top 3

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Schülerinnen und Schüler arbeiten am Computer.
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Highspeed-Internet ins Klassenzimmer: Bereits jede zweite Schule in Hessen ist ans megaschnelle Glasfasernetz angeschlossen oder dafür projektiert. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. „Der spätere Arbeitsplatz eines heutigen Schülers wird mit unserem Berufsalltag nicht mehr viel gemein haben. Denn ohne in die Zukunft schauen zu können, steht eins bereits jetzt fest: Die Umgebung wird deutlich digitaler werden“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Montag in Wiesbaden. „Mit unserer Förderung zum Ausbau der Glasfaseranschlüsse für hessische Schulen schaffen wir die Voraussetzungen, dass unsere Kinder darauf bestmöglich vorbereitet werden.“ In den vergangenen beiden Jahren haben die Schulträger in Hessen, also größere Städte und Landkreise, mit Unterstützung von Bund und Land rund 600 Glasfaserprojekte in Angriff nehmen können. Unterm Strich sind damit etwa 1.000 der insgesamt knapp 2.000 hessischen Schulen planbar mit Glasfaseranschlüssen versorgt.

Zusätzliche 20 Mio. Euro für den Anschluss weiterer Schulen

Für den Anschluss weiterer Schulen wird das Land den Schulträgern zusätzliche 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Am Geld soll der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur für unsere Schulen nicht scheitern“, so der Minister. „Wenn auch die Bundesregierung endlich ihr angekündigtes Förderprogramm für den weiteren Breitbandausbau an den Start bringt, stehen wir den Landkreisen mit Millionen zur Kofinanzierung zur Seite. Wir sind vorbereitet.“

Auch private Haushalte in Hessen zählen zu den bestversorgten in ganz Deutschland. Das geht aus den aktuellen Versorgungszahlen des TÜV Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur hervor. Fünf von sechs hessischen Haushalten (84 Prozent) steht ein Anschluss mit 50 Mbit/s zur Verfügung. Das ist ein Zuwachs von 4,5 Prozentpunkten alleine im zweiten Halbjahr 2017. Al-Wazir: „Wir sind nicht nur bundesweit auf Platz 3 aller Flächenländer, sondern auch beim Ausbautempo auf einem Spitzenplatz. Im Ergebnis konnten wir den Abstand auf den Noch-Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen deutlich reduzieren.“

Ende des Jahres stehen in Hessen 50 Mbit/s flächendeckend zur Verfügung

In diesem Jahr werden voraussichtlich vier weitere Kreise ihre momentan laufenden Ausbauvorhaben abschließen. Neben den Landkreisen Fulda und Gießen sind dies der Wetteraukreis und der Landkreis Offenbach. Gleichzeitig wird im Nordhessen-Cluster, einem der größten Breitbandausbaugebiete Europas, kräftig weiter gearbeitet und auch im Vogelsberg geht es voran. „Wir gehen davon aus, dass damit Ende des Jahres 50 Mbit/s in Hessen flächendeckend zur Verfügung stehen“, so Al-Wazir. „All das zeigt: Die von der Hessischen Landesregierung angestoßenen Maßnahmen wirken.“

Hessen auf Platz drei aller Flächenländer

„Ein modernes Breitbandnetz ist die Basis für wirtschaftliche Entwicklung und regionale Wettbewerbsfähigkeit. Es ist Voraussetzung für innovative Unternehmen, nachhaltige Energieerzeugung und Mobilität“, so der Minister. „Neben der Infrastruktur greifen wir unseren kleinen und mittleren Unternehmen aber auch mit Beratungs- und Förderangeboten zusätzlich unter die Arme.“

Ein hohes Digitalisierungstempo, das deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt

Laut aktuellem TNS Kantar Digitalisierungsmonitor gehen hessische Mittelständler deutlich stärker als Unternehmer im übrigen Bundesgebiet davon aus, dass digitale Prozesse in ihren Arbeitsabläufen eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Insbesondere für den hessischen Mittelstand prognostiziert die Befragung ein hohes Digitalisierungstempo, das deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen wird. „Viele Unternehmer wissen aber nicht, wo und wie sie anfangen sollen. Ihnen bieten wir ab sofort mit unserem überarbeiteten Digi-Check ein einfaches Werkzeug, um dies online mit wenigen Klicks zu analysieren“, so der Minister.

Mit einem neu geschaffenen Förderprogramm, dem „Digi-Zuschuss“, unterstützt das Land zudem kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Digitalisierungsfortschritt bei der Einführung neuer digitaler Systeme sowie der Verbesserung der IT-Sicherheit. Damit sollen Effizienzvorteile und Wachstumspotentiale geschaffen und der Digitalisierungsgrad von Unternehmen aller Branchen erhöht werden. Al-Wazir: „Dafür stellen wir pro Unternehmen bis zu 10.000 Euro zur Umsetzung von  Digitalisierungsprojekten zur Verfügung.“ Gefördert werden Projekte ab zuwendungsfähigen Sachausgaben in Höhe von 4.000 Euro. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Die Antragstellung wird in Kürze bei der WIBank möglich sein.

Im Vorfeld können sich KMU über das RKW individuell im Unternehmen zu ihren Digitalisierungsbedarfen beraten lassen. Diese Beratung wird durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) gefördert.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Marco Kreuter
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