Städtebau

Für Momente, die zählen!

Thema: 
Bauen, Wohnen, Landesentwicklung
20.04.2021Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Die Sieger des „Ab in die Mitte!“-Wettbewerbs 2021 wurden ausgezeichnet.

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Illustration Ab in die Mitte
© Illustration Reinhold Weber

Die Sieger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte! Die Innenstadt-Offensive Hessen“ stehen fest: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zeichnete am Dienstag die Preisträger bei einer digitalen Veranstaltung aus. Die 17 Landessieger erhalten insgesamt 210.000 Euro Fördergelder für Projekte, die nicht nur dazu beitragen, ihre Innenstädte zu vitalisieren und die Attraktivität zu steigern, sondern auch auf die Herausforderungen des Strukturwandels reagieren, der sich durch die Corona-Pandemie in Ortskernen und Innenstädten noch verstärkt hat. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautete „Für Momente, die zählen!“.

„Es haben uns viele spannende Ideen und Vorschläge aus ganz Hessen erreicht. Sie alle haben kreative Antworten auf die Frage, wie es mit unseren Innenstädten weitergehen kann und wie wir sie beleben können“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Preisverleihung. „Was mich besonders freut: Erstmals haben sich mehr als 50 Städte und Gemeinden beworben. Das zeigt, wie wichtig und willkommen unsere Unterstützung der Innenstädte und Ortskerne durch unsere Initiative ,Ab in die Mitte‘ ist.“

Die Projekte der Preisträgerkommunen aus ganz Hessen reichen von kulturellen Events oder Spiele-Aktionen in leerstehenden Geschäften über die Nutzung von Treppen oder Parkbänken im öffentlichen Raum bis hin zur Einbindung einer Stadtbücherei oder einer Verkehrsberuhigung durch gastronomische Angebote auf freien Flächen. „Innenstädte leben von der Vielfalt: Menschen kommen zum Einkaufen und Bummeln oder zum Essen und Trinken. Sie suchen soziale, kulturelle oder sportliche Angebote und wollen sich dabei wohlfühlen, andere Menschen treffen. Die diesjährigen Preisträger unserer Innenstadtinitiative zeigen, dass eine lebendige und attraktive Innenstadt möglich ist, auch in einer Pandemie, und erst recht nach der Pandemie.“

Da die Folgen der Corona-Pandemie den Strukturwandel der Innenstädte noch einmal beschleunigt haben, stellt das Land in den kommenden Jahren aus dem Neuen Hessenplan bis 2023 zusätzlich insgesamt 40 Mio. Euro für die Innenstädte zur Verfügung. Ende 2020 wurde zudem mit verschiedenen Partnern das „Bündnis für die Innenstadt“ gegründet, das in einem kooperativen Prozess einen Zukunftsplan mit Strategien und Empfehlungen für attraktive und lebendige Innenstädte erarbeitet.

„Ab in die Mitte“

„Ab in die Mitte! Die Innenstadt-Offensive Hessen“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, der Fokus Development AG, der REWE Markt GmbH Region Mitte, des Handelsverbands Hessen, der Binding Brauerei AG, der SK Standort & Kommune Beratungs GmbH, der Firma Rinn Beton- und Natursteine GmbH sowie des Hessischen Städtetages, des Hessischen Städte und Gemeindebundes, des Hessische Industrie- und Handelskammertags, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, der HA Hessen Agentur und dem DEHOGA Hessen e.V. Als Medienpartner unterstützen hr4, die Frankfurter Allgemeine Metropol und die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine die Kampagne.

Die Preisträger im Einzelnen:

Erlebnis Alsfeld: Alsfelder (Urlaubs)Momente (10.000 Euro): Zentrale Aktion über eine App. Alsfelder Momente sollen festgehalten werden. Unternehmen schaffen Momente und verschenken sie an die Kunden, das könnte ein kostenloser Reiseführer aus einer lokalen Buchhandlung sein anstatt eines Rabatts.

Alsfeld, Evangelisches Dekanat Vogelsberg: Die Jugend ist unser Moment! (12.100 Euro) Es werden Momente geschaffen vom „Beach“ im Klostergarten über ein Open Air-Kino bis hin zu einer Spiele-Arena in einem leerstehenden Gebäude. Auch Harfenspielen in den Gassen und Spezialitäten-Verkostung können dazugehören.

Kulturverein + Werbegemeinschaft Bad Orb: Für Momente, die zählen 2021 (14.000 Euro) Inszenierung des Kauferlebnisses durch die Verknüpfung von Kunst und Kultur: Die Altstadt (Einzelhandelsgeschäfte, Hauseigentümer, Innenstadtbewohner) dient als Kulisse zur Inszenierung von Plätzen und Gebäuden. Geplant sind (Aktions-)Kunst und digitale Installationen.

Verein zur Förderung der Altstadt von Bad Wildungen e.V.: Per Pedes - Stadt zu Fuß (8.500 Euro) Maßnahme zur Verbesserung und Stärkung der Fußwegeverbindungen, die an die Projekte im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ angeknüpft. Es geht um Mobilität und Aufenthaltsqualität. Dazu gehört etwa eine Street-Art-Aktion: Untergrund für die Kunstwerke sind Treppen im öffentlichen Raum, dazu kommt ein Rahmenprogramm mit z.B. Treppenmal-Aktionen und Parcours-Workshops.

Stadtentwicklung Bebra GmbH: Bebra kämpft gegen das Virus und für seine Innenstadt be!sondere momente, die zählen in Stadt und Land (20.000 Euro) Aktionen, um Menschen wieder zurück in die Stadt zu bringen. Geplant sind 13 Kleinevents und Installationen vom Flohmarkt über Motto-Dinner bis zur Welcome-Back-Party.

Open Government Labor „HeimatLeben 4.0“ Bergstraße-Odenwald, Bürgernetzwerk Bensheim: Heimat leben auf bensheimisch: unser Herz schlägt in der Mitte (17.000 Euro) Projekte und Aktionen zum Thema Regionalität als spezifisches Merkmal der Bensheimer Innenstadt: Geplant sind eine Digitalplattform, Tele-Shopping, Themen-, Regional- und Feierabendmarkt, Marktfrühstück und stadtplanerische Führungen.

Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH: Wiedersehensfreude - für Momente, die zählen (20.000 Euro) Geplant ist eine mobile „KulturKiste“ mit Musik, Theater, Lesungen oder neuen Formen des bürgerschaftlichen Dialoges und der Wiedersehensfreude. Raum, Orte und Anlässe werden geschaffen, an denen die Menschen wieder zusammenkommen können, um das Miteinander und die Kultur zu genießen.

Eltville am Rhein, Philipp Kraft Stiftung: Eltville handelt fair und nachhaltig ... für verbindende Momente, die gerade jetzt besonders zählen (11.000 Euro) Vorgesehen ist ein Aktionsprogramm, das die Menschen in die Innenstadt zieht, Räume für Begegnung, Beteiligung und Engagement schafft und zum Miterleben und -gestalten einlädt. Themen sind dabei fairer Handel, Jugendprojekte, kulturelle und soziale Orte.

Frankenberg (Eder), Buchhandlung Inge Jakobi: Franken x Berg + Eder = Moment mal! (8.000 Euro) Aktionen zum Mitwirken, Ausprobieren und Nachdenken sollen die Stärken des gemeinsamen Handel(n)s zeigen. Dabei werden Parkbänke als Leseecke, Kultur-Cube, für Regional-Kultur und Kunst oder als Feierabend-Chill-Out-Area genutzt.

Hessisch Lichtenau: Herausforderung annehmen (3.400 Euro) Momente, die zurzeit wichtig sind, werden geschaffen, festgehalten und dokumentiert: das können Projekte mit Kindern, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Handicap sein, Homestories und Dokumentationen in Schaufenstern sowie auf einer LED-Wand.

Hofheim am Taunus: Platzwechsel erleben, lesen, lauschen in Hofheim (10.000 Euro) Einbindung der Stadtbücherei in das Leben der Hofheimer Innenstadt: Verschiedene Orte sind Schauplatz von Veranstaltungen, unter den Themen „erleben, lesen und lauschen“. Es geht also um leichte Unterhaltung mit Büchern und den Menschen, die etwas daraus machen.

Homberg (Efze): Ideenküche - Rezepte für die Zukunft (10.000 Euro) Drei Aktionen zum Thema „Kochen“ sind geplant: Die „Marktküche“ transportiert die Projektbotschaft in die Öffentlichkeit, weckt die Neugier; „Pop-Up-Küchen“ sorgen für Betriebsamkeit in leerstehenden Ladenlokalen und die „Kulturhäppchen“ schaffen neue Anreize für Einzelhändler, Gastronomen und Kulturschaffende, auf kreative Art und Weise zu kooperieren.

Kassel, raamwerk: Freiluft-Experiment Untere Königsstraße (20.000 Euro) Temporäre Verkehrsberuhigung in der Unteren Königsstraße Kassel mit Aktionen von Kasseler Initiativen und Vereinen. Dazu gehört auch die Nutzung der Freiflächen durch kulinarische Vielfalt der ansässigen Gastronomien und Läden.

Stadtmarketing Lauterbach e.V.: Lauterbach: Momente der Begegnung! (12.000 Euro) Die Aktionen bieten Raum und Zeit für Begegnungen: Zum Kulturpicknick im Stadtpark (Theater, Musik, Lesung) packen Einzelhandel und Gastronomen einen speziellen Picknickkorb. Unter anderem gibt es den „Lauterbacher Shopping Strolch“, das „Hutfestival“, regionale Gerichte mit Urlaubsfeeling und Sport.

Offenbach, Verein untot: Offenbach Labor - für Kultur und Kooperation (13.000 Euro) In der „Walterpassage“ wird ein Leerstand zu einem gemeinschaftlichen Atelier und bietet neben Arbeitsplätzen für Kreativschaffende einen Ort für Gruppen, Initiativen, Kollektive und Vereine sowie Einzelpersonen, die eine Idee verwirklichen wollen. Es wird ein Raum für Treffen, für gelegentliche Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen, Vorträge, Filmabende und mehr.

Rotenburg a.d. Fulda: Das Wohnzimmer von Rotenburg - Sommer im Steinweg (9.000 Euro) Einrichtung von temporären und vielfältig nutzbaren „Wohnzimmern“ in der Innenstadt mit Outdoor-Möbeln für – je nach Ort und Tageszeit – verschiedene Aktionen wie Lesungen am Abend oder ein Leseprojekt der örtlichen Schule, Sommerabend am Ufer „Wir gestalten die Stadt!“ und Stadtführung im Sitzen.

Wiesbaden Biebrich, Ideen für Biebrich: PoPUP-Stores für ein lebendiges Biebrich (12.000 Euro) Künstlern, Händlern, Vereinen und Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern soll eine Chance gegeben und Mut gemacht werden, Biebrich zu verändern und zu gestalten. Es geht um die Vernetzung von Gewerbeverein, Stadt und Initiativgruppe sowie Vermietern, etwa durch Biebrich-Walks und die digitale Partizipationsplattform Slack für Biebrich.

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Pressesprecherin: 
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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
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