Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Elektromobilität

Erste Teststrecke für Oberleitungs-Lkw

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Auf der Autobahn 5 zwischen Langen/Mörfelden und Weiterstadt entsteht Deutschlands erste Teststrecke für Oberleitungs-Lkws. Gertrud Sahler, Leiterin der Abteilung Umwelt und Gesundheit, Immissionsschutz, Anlagensicherheit und Verkehr, Chemikaliensicherheit im Bundesumweltministerium, Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Gerd Riegelhuth, Vizepräsident von Hessen Mobil, stellten am Montag in der Verkehrszentrale Hessen in Frankfurt das Projekt „eHighway“ vor und leiteten offiziell die Bauarbeiten ein.

Hybrid-Lkws: Strom, Batterie und Dieselmotor

Der fünf Kilometer lange Abschnitt soll in beide Fahrtrichtungen mit einer Oberleitung für Hybrid-Lkws ausgestattet werden. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist dies doppelt so effizient. Die Lkws verbrauchen also weniger Energie und erzeugen – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – kein CO2 und keine Schadstoffe. Über die Oberleitung können sie auch ihre Batterien aufladen, so dass sie auch außerhalb der Teststrecke elektrisch fahren können. Ist die Batterie erschöpft, nutzen sie den Dieselmotor.  

Klimaneutraler Straßengüterverkehr

„Mit diesem Projekt wird der eHighway erstmals auf einer öffentlichen Straße in Deutschland erprobt – damit unterstreicht das Land Hessen seine führende Rolle beim Übergang in eine zukunftsfähige Mobilität“, sagte Minister Al-Wazir. „Um bis 2050 klimaneutral zu sein, muss der Verkehrsbereich seinen CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 95 Prozent senken. Wir testen alle Technologien, die uns dabei helfen können, auf ihre Praxistauglichkeit. Wenn sich herausstellt, dass Oberleitungssysteme im Straßenraum integrierbar sind, wäre das – besonders in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen – ein entscheidender Schritt hin zu einem klimaneutralen Straßengüterverkehr.“

Feldversuch ab 2019

Von 2019 an soll auf der Teststrecke ein mehrjähriger Feldversuch durchgeführt werden, bei dem Speditionen die Strecke im täglichen Betrieb nutzen. Mehrere Logistikunternehmen mit Standorten in der Region haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Das hessische Verbundprojekt „ELISA“ (Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen) wird von Hessen Mobil geleitet und vom Bundesumweltministerium gefördert. „Interessant sind dabei aus Sicht des Straßenbetreibers insbesondere Erkenntnisse zu verkehrstechnischen, straßenbaulichen und betrieblichen Aspekten“, sagte ELISA-Projektleiter Gerd Riegelhuth, Vizepräsident von Hessen Mobil.

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