Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Energiewende

Akzeptanz durch sachliche Information: Bürgerforum Energieland Hessen trifft in Kommunen auf großes Interesse

Mit 21 Veranstaltungen zwischen Hofgeismar im Norden und Wald-Michelbach im Süden hat das Bürgerforum Energieland Hessen (BFEH) im vergangenen Jahr den lokalen Dialog über die Energiewende fortgesetzt.

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Windrad - © Martin Lehotkay / Fotolia.com
© Martin Lehotkay / Fotolia.com

„Die Rückmeldungen bestätigen, dass dieses Angebot erheblich zur Akzeptanz der erneuerbaren Energien beiträgt“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Montag. „Sachliche Information und offene Diskussion sind das beste Mittel, um Kontroversen um die Nutzung von Windenergie zu befrieden und Befürchtungen auszuräumen.“ 

Das im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums von der Hessen Agentur und Partnern umgesetzte Programm unterstützt Kommunen bei Konflikten unter den Bürgerinnen und Bürgern um Energiewende-Projekte. Seit Beginn des Programms im Jahr 2014 haben rund 45 hessische Kommunen daran teilgenommen, bei den 75 Veranstaltungen wurden ca. 6000 Bürgerinnen und Bürger direkt erreicht. In einer Befragung der kommunalpolitischen Entscheidungsträger äußerte sich die große Mehrheit zufrieden bzw. sehr zufrieden. Auf große Resonanz stoßen die vom BFEH entwickelten Informationsmaterialien wie etwa Faktenpapiere zu speziellen Themen wie Speichertechnologien oder den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Tourismus und Landschaftsbild.

Individuelles Konzept für Kommunen

Das Bürgerforum entwirft für interessierte Kommunen ein auf den jeweiligen Einzelfall zugeschnittenes Konzept für eine Veranstaltung, auf der unter Beteiligung von Experten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet werden. Meist geht es dabei um Schallimmissionen, Auswirkungen auf Landschaft und Grundstückswerte sowie um grundsätzliche Aspekte der Energiewende. Den Kommunen entstehen keine Kosten, sie müssen lediglich für den Raum sorgen.
 
„Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger befürwortet den Umstieg auf eine rein auf erneuerbaren Quellen basierende Versorgung“, sagte Al-Wazir. „Das schließt nicht aus, dass es im Einzelfall Vorbehalte gegen örtliche Vorhaben gibt. Wir bieten den Bürgerinnen und Bürgern die objektiven und nachprüfbaren Fakten, die sie für ihre Urteilsbildung brauchen. Für die lokalen Informationsveranstaltungen, Faktenpapiere und Expertenforen im Rahmen des Bürgerforums stellen wir deshalb auch dieses Jahr wieder 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Denn die Energiewende ist auf die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.“

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