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Energiewende

Abfall als Rohstoffquelle: Biotechnologie schließt Stoffkreisläufe

Thema: 
Technologie, Innovation, Digitales, Energie
26.03.2019Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Angesichts der Endlichkeit nicht nur fossiler Rohstoffe plädiert Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir für mehr Recycling und effizienteren Umgang mit Ressourcen.

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Nachhaltigkeit
© malp / Fotolia

„Biotechnologische Verfahren können Rohstoffe aus Abfällen zurückgewinnen und verbrauchsintensive chemische Herstellungsweisen ablösen“, sagte der Minister am Dienstag in Zwingenberg beim Forum „Rohstoffquellen der Zukunft“. „Sie sind eine Schlüsseltechnologie mit hohem Wachstumspotenzial, die schon heute in Hessen rund 16.000 Menschen beschäftigt und unserem Land große Chancen bietet.“

Pionier der Bioökonomie

Organisator der Veranstaltung war die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Gastgeber der Veranstaltung war die BRAIN AG, das erste börsennotierte Bioökonomie-Unternehmen Deutschlands. Al-Wazir würdigte das Unternehmen als Pionier der Bioökonomie und überreichte dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Eck einen Förderbescheid über 203.000 Euro für ein Projekt zur Rückgewinnung von Wertmetallen aus Abfallströmen. Der Zuschuss stammt aus dem Förderprogramm PIUS (Produktionsintegrierter Umweltschutz), mit dem Hessen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterstützt, die Ressourcen einsparen helfen.

Überführung von Elektronikschrott

„Unsere einzigartigen bio-basierten Lösungen erlauben die Überführung von Elektronikschrott, Müllverbrennungsaschen und anderen Abfallströmen in lukrative Wertschöpfungsketten“, sagte Eck. „Mikroorganismen ermöglichen beim sogenannten Urban Mining die umweltschonende Extraktion von Gold, Silber und anderen Edelmetallen oder Seltenen Erden aus diesen Ressourcen. Über die Unterstützung des Landes Hessen für unser Engagement für eine moderne Kreislaufwirtschaft als Teil der Bioökonomie freuen wir uns sehr."

Technische Lösungen für Umwelt- und Klimaschutz

„Wenn wir fossile durch nachwachsende Rohstoffe ersetzen, Abfall stofflich wiederverwenden und Mikroben statt chemischer Verfahren einsetzen, schonen wir nicht nur Umwelt und Klima“, sagte Al-Wazir. „Solche intelligenten technischen Lösungen steigern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit und sichern Arbeitsplätze.“

Die Veranstaltung in Zwingenberg war Teil der Reihe „Bio.Innovationen.Stärken“, die Wirtschaft und Wissenschaft miteinander vernetzt, um Wege in eine nachhaltige Wirtschaft zu bahnen.
 

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