Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Bilanz der Unternehmensförderung

1800 Stellen geschaffen, 20600 gesichert

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Mehrere Stapel von Münzen illustrieren die Erhöhung von Geld.
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Mit Krediten, Zuschüssen und anderen Formen finanzieller Unterstützung für Unternehmen hat das Land im vergangenen Jahr zur Schaffung von 1800 und zur Sicherung von 20.600 Arbeitsplätzen beigetragen. Über 1.300 kleine und mittlere Unternehmen sowie Neugründungen nahmen die Förderangebote in Anspruch – etwa 50 mehr als 2018, wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Freitag mitteilte: „Unsere Instrumente zur Förderung investiver Maßnahmen werden weiterhin gut angenommen und haben ein Investitionsvolumen von rund 660 Mio. Euro ausgelöst. Wir entwickeln das Förderinstrumentarium kontinuierlich weiter, um immer optimal auf die Nachfrage reagieren zu können.“

Der gemeinsam mit dem Bund verbürgte Rettungskredit von 380 Mio. Euro für die Luftfahrtgesellschaft Condor ist in den Zahlen nicht enthalten. „Wir helfen mit unseren Förderangeboten vorrangig kleinen und mittleren Unternehmen, in begründeten Ausnahmefällen unterstützen wir aber auch Großunternehmen“, erläuterte der Minister. Die Förderung erfolgte über zinsverbilligte Kredite, Bürgschaften, Eigenkapital-Beteiligungen auf Zeit sowie Investitionszuschüsse von Land, Bund und EU.

Kreditförderung ist nicht regional begrenzt 

Dabei sind Investitionszuschüsse nur in bestimmten Regionen möglich. Bei der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sind dies der Werra-Meißner-Kreis, der Kreis Waldeck-Frankenberg, der Vogelsbergkreis, der überwiegende Teil des Landkreises Gießen sowie der östliche Teil des Kreises Hersfeld-Rotenburg. Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) dürfen zusätzlich in den übrigen Teilen Nord- und Mittelhessens, dem Odenwaldkreis sowie Teilen der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Bergstraße verwendet werden. Beide Programme setzen voraus, dass mit ihnen ein bedeutender Arbeitsplatzeffekt verbunden ist.

Die Kreditförderung ist dagegen nicht regional begrenzt und erfolgt im Wesentlichen über das Programm „Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen“ (GuW) der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Die Darlehen reichen bis 1 Mio. Euro. Das Programm „Kapital für Kleinunternehmen“ richtet sich mit Kreditbeträgen von 25.000 bis 150.000 Euro an kleine Unternehmen mit bis zu 25 sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern. Nach unten ergänzen die „Hessen-Mikrodarlehen“ das Angebot mit Kleinkrediten von 3.000 bis 35.000 Euro.  

Insgesamt 255 Kredite abgesichert

Als Hessen-MikroCrowd lassen sich Mikrodarlehen jetzt auch mit Crowdfunding über die Plattform Startnext kombinieren. Zur eingesammelten Fundingsumme leiste das Land dann einen einmaligen Tilgungszuschuss in Höhe von 10 Prozent bei einem Höchstbetrag von 1.000 Euro. Speziell an innovative bzw. schnell wachsende mittelständische Unternehmen und Gründer wendet sich der „Innovationskredit Hessen“ mit Darlehensbeträgen von 100.000 bis 7,5 Mio. Euro. Insgesamt wurden 985 Kredite von der WIBank an kleine und mittlere Unternehmen und Gründer vergeben.  

Eine weitere Form der Förderung ist die Absicherung von Krediten durch Bürgschaften, die je nach Höhe von der Bürgschaftsbank Hessen GmbH (BBH) oder als Landesbürgschaften von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) vergeben werden. Neben der klassischen Bürgschaft bietet die BBH auch die Bürgschaft ohne Bank (BoB) an. Gründerinnen und Gründer sowie bestehende Unternehmen ohne Hausbank können Bürgschaften direkt bei der BBH beantragen. Die Bürgschaftsbank hat insgesamt 255 Kredite für kleine und mittlere Unternehmen und für Gründungsvorhaben abgesichert.  

Ebenso werden Unternehmen unterstützt, indem das Land über die der WIBank zugeordnete BM H Beteiligungsmanagement Hessen mbH eine befristete Beteiligung eingeht. Dies verschafft dem Unternehmen zusätzliches Eigenkapital für Innovations- und Wachstumsvorhaben. Ende 2019 betreute die BM H 266 Beteiligungen mit einem Volumen von ca. 100 Mio. Euro.

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