Hessen geht einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Verwaltung. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) arbeitet gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) daran, auch denkmalschutzrechtliche Genehmigungen über das zentrale Bauportal Hessen vollständig digital abzubilden.
Bauminister Kaweh Mansoori betonte: „Mit dem digitalen Bauantrag gibt es eine echte Schnittstelle zwischen Planungsbüros und Behörden und die Möglichkeit, in unterschiedlichen Ämtern parallel an den gleichen Unterlagen zu arbeiten. Das ist Verwaltungsmodernisierung, die im Alltag einen Unterschied macht. Wichtig ist, dass wir nicht nur den Denkmalschutz, sondern auch andere Sonderbauten Stück für Stück in die Plattform des digitalen Bauantrags integrieren. Für die Auftraggebenden und die Verwaltung bedeutet das: eine spürbare Vereinfachung der Abläufe, Beratung und Genehmigung aus einer Hand – effizient, digital und zentral verfügbar.“
Kulturminister Timon Gremmels ergänzt: „Hier trifft starker Denkmalschutz auf moderne, digitale Verwaltung. Wir modernisieren den Denkmalschutz in Hessen, damit Bewahren nicht an Bürokratie scheitert, sondern für alle einfacher wird. Wir machen Denkmalschutz in Hessen pragmatischer und erstmals konsequent digital. Wir schützen unser historisches Erbe, indem wir die Zukunft digital gestalten.“
Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus: „Wir gehen in Hessen bei der Verwaltungsdigitalisierung mit großen Schritten voran. Das Bauportal steht beispielhaft für eine moderne Verwaltungsdigitalisierung: effizient, transparent, bürgernah und serviceorientiert.“
Das Bauportal Hessen, entwickelt und betrieben von der ekom21, ist bereits heute die zentrale Plattform für digitale Baugenehmigungen. Mit der neuen Kooperation zwischen HMWK, HMWVW und ekom21 wird das Portal in 2026 und 2027 um weitere wichtige Verfahren erweitert. Die Digitalisierung der denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen schafft mehr Einheitlichkeit, bessere Nachvollziehbarkeit und einen deutlich serviceorientierteren Ablauf. Gleichzeitig werden Kompetenzen bei der Weiterentwicklung moderner Technologien und beim Betrieb leistungsfähiger Infrastrukturen gebündelt.
Wie geht es weiter?
Das Projekt ist bereits gestartet. Die technischen Grundlagen werden bis Sommer 2026 entwickelt. Bis Herbst 2026 werden die fachlichen Prozesse ausgearbeitet. Anschließend beginnt die Pilotphase mit ausgewählten unteren Denkmalschutzbehörden und ersten Antragstellenden. In dieser Phase werden Funktionen getestet, Rückmeldungen eingearbeitet und das System optimiert. Der landesweite Rollout startet Anfang 2027 – mit der Bereitstellung in allen beteiligten Behörden. Ein Gewinn für Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und den Schutz unseres kulturellen Erbes.