Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Integrierte ländliche Entwicklung

Flurneuordnung in Hessen

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Schematische Darstellung eines Gebiets vor und nach der Flurneuordnung
© HVBG

Die Flurneuordnung in Hessen ist ein wichtiges Instrumentarium zur integrierten ländlichen Entwicklung durch Maßnahmen

  • zur Verbesserung der Agrarstruktur,
  • zur Dorferneuerung,
  • zur naturnahen Entwicklung von Gewässern,
  • zur Wasserrückhaltung,
  • zum Schutz des Bodens und zur Verbesserung des Kleinklimas,
  • zum Schutz der Natur,
  • zur Landschaftspflege,
  • zur Verbesserung von Freizeit- und Erholungsfunktionen,
  • zur Verbesserung der (Verkehrs-) Infrastruktur sowie
  • zur Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaften.


Flurneuordnung

Die Flurneuordnung umfasst als Sammelbegriff

  • die fünf Verfahrensarten nach dem Flurbereinigungsgesetz (Integralflurbereinigung, Unternehmensflurbereinigung, vereinfachtes Landentwicklungsverfahren, beschleunigte Zusammenlegung sowie freiwilliger Landtausch),
  • die dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen, 
  • das Landmanagement und
  • das SILEK.

Flurbereinigung

Die Durchführung von Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz dient dem Ziel, eine raumordnerisch gewollte, regionaltypische, ökonomisch sinnvolle und umweltverträgliche Nutzung des Grund und Bodens (Landnutzung) auf der Grundlage konzeptioneller Vorgaben in sozialverträglicher Weise zu ermöglichen und nachhaltig zu sichern.

Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen

Zur Erschließung der landwirtschaftlichen und touristischen Entwicklungspotenziale im ländlichen Raum können Infrastrukturmaßnahmen außerhalb von Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz gefördert werden.

Landmanagement

Mit Landmanagement wird außerhalb normierter Verfahren durch Moderation, Steuerung und Begleitung von Prozessen die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume unterstützt.

SILEK

SILEK ist ein auf einen räumlichen und thematischen Schwerpunkt beschränktes Integriertes Ländliches EntwicklungsKonzept, dessen Erarbeitung im Vorfeld von Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz gefördert werden kann. Unter intensiver Mitwirkung der Bevölkerung werden für einen bestimmten Raum in einem gemeinsamen Prozess Chancen für den Raum analysiert, Entwicklungsziele identifiziert und Projekte initiiert, die die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit des Raumes stärken sollen.